Evangelische Kirchengemeinde veranstaltet Abend-Serenade
Stimmen schlagen Brücken

Klassische Stücke, Schlagermelodien und kirchliche Lieder präsentiert der Chor bei der Abend-Serenade. Da ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Bild: hia
Vermischtes
Kemnath
09.09.2016
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Speichersdorf. Zur dritten Abend-Serenade lädt die evangelische Kirchengemeinde am Samstag, 10. September, ein. Dann wird der Kirchplatz und die Christuskirche zur Open-Air-Kulisse. Unser freier Mitarbeiter Wolfgang Hübner hat mit Kirchenvorstandsmitglied Sonja Stangl und Chorleiter Heinz Schmidt über die Hintergründe, und das Programm gesprochen.

Die Abend-Serenade mausert sich zur festen Einrichtung und zum kulturellen Höhepunkt?

Sonja Stangl: Das hoffen wir sehr. Denn die Geburtsstunde hatte die Serenade anlässlich des 50-jährigen Jubiläums unseres Posaunenchors 2013. Wegen des großen Erfolgs entschied man sich, zunächst das Konzert ein Jahr später und dann alle zwei Jahre zu organisieren. Am Samstag um 19 Uhr wird auf dem Kirchplatz alles für ein konzertantes Open-Air bereitet sein.

Wer wirkt mit?

Stangl: Zum einen unser evangelischer Posaunenchor unter Leitung von Alfred Kreutzer. Zudem bilden die Musikfreunde unter Leitung von Heinz Schmidt und der evangelischen Kirchenchor unter Leitung von Dominik Fick einen Projektchor. Da Dominik Fick beruflich verhindert ist, liegt die Chorleitung dieses Mal in den Händen von Heinz Schmidt. Mit dabei ist auch unsere kirchliche Band, das Quintett "Wohin sonst". Pfarrer Hans-Joachim Gonser spricht verbindende Worte. Mit eingeplant waren auch die Speichersdorfer Fichtenhornbläser. Leider mussten sie wegen Erkrankung mehrerer Bläser kurzfristig absagen. Beim nächsten Mal sind sie aber sicher dabei.

Im Bereich des Chorgesangs dominiert erstmals ein Projektchor?

Heinz Schmidt: Chorgesang ist zwischenzeitlich eine ambivalente Sache geworden. Einzelne Chöre sind wegen der demografischen Entwicklung und fehlenden Nachwuchses immer schwerer allein singfähig. Andererseits haben wir in unserer Großgemeinde die Chance, dass gerade für größere Veranstaltungen Chöre zusammenwirken. Projektchöre sind dafür gut geeignet. Ihnen gehört meines Erachtens die Zukunft. Für die Serenade arbeiten wir seit Wochen daran, dass die Musikfreunde Speichersdorf-Kirchenlaibach und der evangelische Kirchenchor zu einem Projektchor zusammenwirken. Und damit die Brücke schlagen können auf eine Vergrößerung hin.

Wie setzt sich das Konzertprogramm zusammen?

Stangl: Es werden Liederblöcke mit einer Mischung aus klassischen Komponisten, Schlagermelodien und kirchlichen Liedern sein. So hat der Posaunenchor, der auch die Serenade eröffnet, Reinhard May ("Über den Wolken"), Kathleen Thomerson nach einem Bläsersatz von Jannie Rankin ("I want to walk as a Child of the Light") und Antonio Vivaldi ("Allemand Autacio") im Gepäck. Wilhelm Hoky nach einem Bläsersatz von Jaden Riegen ("Herr bleib bei mir" nach einer Melodie von Monk") ist aus dem kirchlichen Genre dabei.

Für eine besondere Note sorgt die Band "Wohin sonst"?

Stangl: In der Tat, bei unserer rockigen Kirchenband liegt der instrumentelle Part der Serenade. Das Quintett mit Ruth Brehm, Sven, Michaela, Jürgen Küffner und Edeltraud Neiß sorgt für den beschwingt-rhythmischen Teil. Mit Ohrwürmern wie "My Lighthouse", "Fear not" und "Der Gammler" geben sie dem Programm einen besonderen Touch.

Und der gemischte Chor?

Schmidt: Auch wenn einzelne im Urlaub oder verhindert sind, die knapp 30 Sänger, vom Sopran über Bass und Tenor bis zur Alt-Stimme, sind mit Herzblut dabei. Wir wagen uns an Mozarts "Abendruhe" und an moderne Kompositionen von Klaus Heizmann wie "Öffne uns die Ohren, Herr". Ich bin überzeugt, dass wir uns am Samstag von unserer besten Seite präsentieren. Für mich ist es der erste größere Einsatz als frisch gebackener Chorleiter mit einem Projektchor. Und auf dieser Schiene möchte ich weiterarbeiten. Meine Vision ist, aufgrund der Auswahl der Lieder und Örtlichkeit auch Jung und Alt zusammenzubringen.
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