Familie Klante besucht in Polen
Sanktuarium der Höhepunkt Kasimir Gorny

Für Werner und Elfriede Klante (sitzend) sowie Tochter Karin (hinten links) gab es in Polen ein Wiedersehen mit Bischof em. Kasimir Gorny und Direktor Andreas Cyprys (hinten, Zweiter von links und rechts). Erstmals begleitete Pfarrer Sven Grillmeier (hinten, Zweiter von rechts) die Kemnather. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
24.10.2016
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Die Reise von Familie Klante nach Polen hat nicht nur schöne Seiten. An einem Tag sieht sie sich auch mit den dunkelsten Kapitel der deutsche Geschichte konfrontiert.

Erstmals begleitete die Kemnather Pfarrer Sven Grillmeier aus Kirchenlaibach. Groß war die Freude in Rzeszow bei Bischof em. Kasimir Gorny, dass Werner Klante wieder genesen ist. Er war im vergangenen Jahr zusammengebrochen, als der geistliche Würdenträger nach Kemnath gekommen war. Grund seines Besuchs war damals die goldene Hochzeit von Werner und Elfriede Klante.

Sehr betroffen waren die Oberpfälzer und ihre Gastgeber nach den Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz, in dem über eine Million Häftlinge ermordet wurden. Auch Pater Maximilian Kolbe kam hier vor 75 Jahren ums Leben, als er für einen Mithäftling freiwillig in den berüchtigten Hungerbunker ging. 1971 sprach ihn Papst Paul VI. selig, 1982 Papst Johannes Paul II. als Märtyrer heilig. In Wadovice besuchte sie das Haus in dem dieser Papst als Karol Wojtyla einst aufwuchs. Das Haus ist jetzt ein Museum.

In Krakau stand das Sanktuarium, ein internationales Heiligtum zur Verehrung der Barmherzigkeit Gottes im Gnadenbild des barmherzigen Jesus von Adolf Hyla auf dem Programm. Dessen Zentrum ist das Gnadenbild in der 1891 erbauten St.-Josef-Kapelle der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit mit den darunter in einem kleinen Sarkophag aufbewahrten Reliquien der heiligen Faustyna. Etwa zwei Millionen Pilger aus aller Welt besuchen jährlich das Sanktuarium.

Gleich daneben sahen sie ein Heiligtum in Erinnerung an Papst Johannes Paul II. Darin befand sich die blutfleckte Soutane vom Attentat auf den Heiligen Vater im Jahr 1981 auf dem Petersplatz in Rom.

In Tschechow waren die Kemnather und Pfarrer Grillmeier im Priesterseminar untergebracht. Dort wurden sie freudig begrüßt von Jakub Dezkowicz und Hubert Cop, zwei Theologiestudenten aus Gorlice und Rzeszow. Sie waren im Juli des Vorjahres eine Woche in Kemnath, um theologische Erfahrungen zu sammeln und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Nach der Frühmesse in der Hauskapelle des Altbischofs Kasimir Gorny ging es weiter nach Tschenstochau. Dort zelebrierten Professor Dr. Andreas Cypris, der Direktor des theologischen und pastoralen Instituts in Rzeszow in Südpolen, und Pfarrer Grillmeier am Gnadenbild der Schwarzen Madonna eine Messe. Eingeladen waren die Gäste auch beim neuen Diözesanbischof Jan Wadroba und Weihbischof Edward Bialoglowski. Beide dankten für die zahlreichen Messstipendien aus der Kemnather Region. Schließlich trafen sie die Heimreise über Oppeln, Breslau und Görlitz an.

Was die Klantes bei jedem ihrer Polenbesuche erfahren hatte, konnte auch Pfarrer Sven Grillmeier bei seiner ersten Polenreise bestätigen: "Wir lernten sehr gastfreundliche und tief religiöse Leute kennen."
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