Festgottesdienst zum 20. Jubiläum des Kindergartens St. Anna
Wie ein Kind sein dürfen

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Kemnath
30.06.2016
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Mit einem Festgottesdienst feiert der Kindergarten St. Anna 20. Jubiläum. Die Redner würdigen die Leistung, mit der damals die kirchliche Einrichtung geschaffen wurde. Eine beachtliche Leistung vollbringen aber auch die Kleinen in der Messe.

Waldeck. Erwachsene seien es gewohnt, etwas leisten zu müssen, um etwas zu bekommen, begann Pfarrer Heribert Stretz seine Ausführungen. Nur Kinder bekämen von ihren Eltern alles geschenkt - etwas zu essen sowie zum Anziehen und haben einen guten Platz in der Wohnung. Wenn sie weinten, kümmerten Mama oder Papa sich um sie. Kinder dürften einfach darauf vertrauen, dass die Eltern für sie da sind.

Einige Leute, die Jesus zugehört haben, meinten, sie müssten immer etwas Gutes tun, damit Gott ihnen hilft. Jesus habe ihnen gezeigt, dass sie wie Kinder sein dürfen. Deswegen dürften sie einfach glauben, dass Gott ihnen das gibt, was sie zum Leben brauchen. "Wir werden von Gott beschenkt, weil er die Menschen liebt", erklärte der Seelsorger. Es sei aber Aufgabe des Christen, Gottes Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens aufzubauen.

In der Lesung von Dagmar König ging es um die Segnung der Kinder durch Jesus. Die Apostel hätten zunächst die Mädchen und Buben abgewiesen. Doch Jesus habe zu ihnen gesagt: "Lasst die Kinder zu mir kommen." Menschen wie ihnen gehöre das Reich Gottes.

Anstelle einer Predigt führten die Kleinen das Spiellied "Jesus und die Kinder" auf. Madlen Heser las zunächst die Einführung. Dann zogen die Mädchen und Buben durch die Pfarrkirche zum Volksaltar, wo Jesus, dargestellt von Benedikt König, stand. Er fragte die Kinder, ob sie lachen, singen, spielen und tanzen könnten. Die Antwort dazu wurde gesungen. Danach trugen die Kleinen die Fürbitten vor und am Ende des Gottesdienstes Dankgebete vor.

Erst Menschen machen Kindergarten besondersDie Ansprachen eröffnete Sabine Wende. Die Kindergartenleiterin ging kurz auf den damaligen Wunsch der Waldecker ein, einen Kindergarten zu bekommen. Dank des Einsatzes vom Stadtrat Helmut Zillner und Pfarrer Heribert Stretz sei dieser 1996 mit der Eröffnung in Erfüllung gegangen.

Nun seien 20 Jahre vergangen, in denen sie in dieser wunderbaren Einrichtung tätig sei und diese leiten durfte. Viele Kinder habe sie mit ihren Kolleginnen auf die Schule vorbereitet hat. Davon werden womöglich bald einige als Eltern zum Kindergarten zurückkehren. Den eingruppigen Kindergarten zeichneten die dazugehörigen Menschen aus. Allen voran die Kinder, die mit Begeisterung am Alltag teilnehmen und damit den Erzieherinnen die nötige Freude an der Aufgabe geben. Dazu engagierten sich die Eltern und viele freiwillige Helfer, die immer zur Stelle seien, wenn sie gebraucht werden.

Wende vergaß sie auch nicht die bisherigen Kolleginnen Carola Wöhrl, Tanja Leiß, Bianca Müßig sowie Elisabeth Scherm, die jetzt noch spontan mitarbeiteten. Mit Madlen Heser und Dagmar König habe sie nun zwei tolle Kolleginnen, die mit viel Herzblut dabei seien. "Vergelt's Gott" sagte die Leiterin auch Pfarrer Heribert Stretz, dessen Engagement nicht nachgelassen habe.

Elternbeiratsvorsitzende Miriam Ernstberger würdigte all jene, die dieses Fest erst ermöglicht haben. Pfarrer Stretz habe stets ein offenes Ohr für die Belange der Einrichtung gehabt, so konnten Hindernisse stets überwunden werden. Durch regelmäßige Besuche und Andachten bringe er den christlichen Glauben in das Leben der Kinder. Dem Personal dankte sie für die gewissenhafte Arbeit. An das Trio, die Kinder, Hausmeister Harald König und Birgit Pinzer überreichte der Elternbeirat selbstgestaltete T-Shirts zur Erinnerung an das Jubiläum.

Der Waldecker Kindergarten habe in den vergangenen 20 Jahren sehr viel für die Kinder, aber auch für die Pfarrgemeinde geleistet, betonte zweiter Bürgermeister Hermann Schraml. Die Stadt habe und werde die Einrichtung nach Kräften unterstützen. Er dankte dem Kiga-Team für die aufopferungsvolle Tätigkeit zum Wohle der Kinder sowie Pfarrer Stretz, der sich wie die Eltern mit der Einrichtung identifiziere. Die Stadt sei froh und stolz darauf, das es den Kindergarten gibt. (hl)
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