Feuerwehr Zwergau bekommt Handy- und Fahrzeugfunk
Endlich Funk

Vermischtes
Kemnath
07.03.2016
15
0

Nach zehn Jahren ist es endlich soweit: Die Alarmierung der Feuerwehr Zwergau geschieht nicht mehr analog, sondern per Digitalfunk. Das ist wichtig, denn besonders Ortsfeuerwehren werden immer wichtiger.

Zwergau. Kommandant Andreas Prechtl hatte bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr (wir berichteten) eine gute Nachricht. In Zusammenarbeit mit Kreisbrandmeister Alois Schindler ist es nach etwa zehnjährigem Bemühen gelungen sei, eine einigermaßen zufriedenstellende Lösung zur Alarmierung zu finden. Das Problem: Während die Sirene in Beringersreuth über Funk ausgelöst wurde, war in Bingarten und Zwergau immer noch die Alarmierung per Hand nötig. Durch die Handyalarmierung ist das besser geworden, aber wegen des schlechten Handynetzes immer noch nicht zufriedenstellend gelöst. In Zwergau und Bingarten wurden je ein Funkempfänger installiert. Somit erfolgt die Alarmierung über die ILS. Zwischenzeitlich konnte im Löschfahrzeug auch Digitalfunk eingebaut werden. Zusätzlich steht nun eine neue Antenne und ein Fahrzeugfunkgerät zur Verfügung. Die Einweisung in den Gebrauch der nun vorhandenen Handsprechgeräte erfolgte auf Kreisbrandmeister-Ebene.

Immer mehr Einsätze


Sichtlich erleichtert zeigte sich Schindler über die Verbesserung der Alarmierung und den Einbau der Funkempfänger in Bingarten und Zwergau. Die wichtige Aufgabe der Feuerwehr, Sicherheit und Brandschutz in der Gemeinde sicherzustellen, werde auch von kleineren Wehren wie Zwergau vollauf erfüllt. Er wünschte den Aktiven für die Zukunft wenig Einsätze, und wenn, dann eine gesunde Rückkehr zum Standort. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther überbrachte die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes. Er wies darauf hin, dass die Einsätze immer mehr und umfangreicher werden. Die flächendeckende Digitalalarmierung kündigte er in zwei Jahren als abgeschlossen an. Schon werde immer deutlicher, dass der Stellenwert der Ortsfeuerwehren sehr an Bedeutung gewinnen werde. Er selbst sei mit der Zwergauer Wehr sehr zufrieden und bedankte sich bei allen Aktiven für die Bereitschaft, in diesem wichtigen Ehrenamt mitzuarbeiten. Für den Jugendbereich regte er an, die Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren zu suchen.

Prechtl sprach auch die fünf Einsätze an. Zwei Verkehrsunfälle, zwei umgefallene Bäume und Einweisungs- und Absperrmaßnahmen beim Waldecker Faschingszug waren der Anlass. Es wurden elf Übungen am Objekt und technische Hilfsleistungen abgehalten. Schwerpunkte waren die Digitalfunkschulungen und der Umgang mit der neuen Motorsäge, die auch schon im Einsatz war. Außerdem traten einige Kameraden zur Leistungsprüfung an, bei der auch Ü-40-Abzeichen verliehen wurde. Dies zeigt, dass generationsübergreifend ein guter Zusammenhalt in der Wehr besteht.

Die Kommandanten besuchten alle Schulungen auf Kreisebene, die Dienstversammlungen im Kreis und Kreisbrandmeister-Bereich, die Kommandantenbesprechung mit der Stadt und die Digitalfunkschulungen. An dieser Stelle bedankte sich Prechtl auch bei seinem zweiten Kommandanten Josef Kastner für die Unterstützung, bei den Gerätewarten, Jugendwart Martin Lorenz und den Führungsdienstgraden. Weiter dankte er seiner aktiven Wehr, den Sirenenanwesenbesitzern und den Aktiven für das Abpumpen der Klärpumpe am Gerätehaus.

Jugendwart Martin Lorenz ging kurz auf die Arbeit mit den Jugendlichen ein und erwähnte dankend die Teilnehmer beim Familientag. Erfreut zeigte er sich über den neuen Feuerwehranwärter Lukas Kastner. Er hofft, dass seinem Vorbild noch weitere Jugendliche folgen mögen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.