Feuerwehrübung
Qualm aus dem Stadtturm

Bei ihrer Übung retteten die Feuerwehrler mit der Drehleiter eine verletzte Person aus dem brennenden Gebäude. Bilder: mde (2)
Vermischtes
Kemnath
27.05.2016
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"Brand im Jugendtreff in der Schmidtstraße neben der Stadtpfarrkirche, es tritt dichter Rauch aus und mehrere Personen werden vermisst", lautete der Notruf. Zum Glück war das Horrorszenario nur eine Übung.

Mit einem Führungsfahrzeug, Drehleiter und zwei großen Löschfahrzeugen rückte die Feuerwehr an. Sie gingen von einem Brandausbruch im dritten Obergeschoss des historischen Wehrturms aus. Dieser ist noch heute ein Teil der Stadtmauer, der "Inneren Ringmauer" aus dem 15. Jahrhundert, und trägt zur Geschichte Kemnaths bei. Die eng bebaute Schmidtstraße sowie parkende Fahrzeuge waren für die großen Einsatzfahrzeuge eine Herausforderung. Dennoch stellten die Hindernisse für die Feuerwehrleute - zumindest bei der Übung - kein größeres Problem dar.

Unter Atemschutz durchsuchten sie das Gebäude nach mehreren vermissten Personen. Dabei hatten sie mit einer veralteten Gebäudestruktur mit vielen Treppenabsätzen und einer untypischen Raumaufteilung zu kämpfen, die sie unter "Nullsicht" durchsuchten. Schnell fanden die Atemschutzträger die ersten vermissten Personen sowie den Brandherd - eine extra für die Übung positionierte Nebelmaschine. Über das Treppenhaus, das als Angriffs- und Rettungsweg mit einem Überdrucklüfter vom Brandrauch möglichst rauchfrei gehalten wurde, retteten die Feuerwehrler zwei Personen. Die Wärmebildkamera war beim Auffinden der Personen äußerst hilfreich. Über die Drehleiter als zweiten Rettungsweg wurden die verletzten Personen, Betreuer des Jugendtreffteams, die freiwillig an der Übung teilnahmen, gerettet.

Vorbereitet hatte die Übung das Team "Brandbekämpfung" um Werner Weismeier, Michael Denz und Marco Filbinger von der Feuerwehr Kemnath mit dem Jugendbetreuer und Stadtrat Florian Frank. Stadtpfarrer Konrad Amschl begleitete die Übung und dankte den Brandschützern für ihren Einsatz am Nächsten in der Not und ihre Bereitschaft für die vielen Einsätze sowie die Vorbereitungen der Übungen. Kommandant Peter Denz, Kreisbrandmeister Florian Braunreuther und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther beobachteten die Übung vonseiten der Feuerwehrführung.

Ziel der Übung war die Weiterbildung der Atemschutzräger sowie der aktiven Feuerwehrdienstleistenden in Zusammenhang mit einer Brandschutzauflage des Landratsamtes Tirschenreuth, die eine Übung zur Personenrettung und dem Anleitern mit der Drehleiter vorsah.
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