Firmenvertreter geben Realschülern Tipps fürs Bewerbungsgespräch
Keine Phrasen dreschen

Andre Putzlocher, Harald Fritsch, Dr. Anna Meindl, Robert Böhm, Elisabeth Bayer, Wolfgang Heider und Holger Dederl (erste Reihe von rechts) gaben beim Informationsabend zur Berufswahl ihre Erfahrungen in den Betrieben an die Neuntklässler und ihre Eltern weiter. Bild: jzk
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Kemnath
30.01.2016
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An Fachleuten mangelte es nicht bei der Podiumsdiskussion der Realschule. Acht Experten beantworteten in der Turnhalle Fragen der Neuntklässler und ihrer Eltern zur Berufswahl.

Neben Holger Dederl, Diplomingenieur bei der Baufirma Bauer in Erbendorf, Robert Böhm, Bereichsleiter Personal bei der Sparkasse Oberpfalz-Nord, Bankbetriebswirt Wolfgang Heider von der Raiffeisenbank Kemnather Land - Steinwald, Elisabeth Bayer von der Firma Siemens, waren auch Dr. Anna Meindl, Personalreferentin bei der Firma Ponnath und Andre Putzlocher, Oberstudienrat an der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau, nach Kemnath gekommen. Die Runde ergänzten Harald Fritsch von der FOS/BOS Marktredwitz und Berufsberater Richard Zentner von der Agentur für Arbeit.

Die Moderatoren Holger König und Margit Friedl fragten nach der Bedeutung der Zeugnisnoten bei einer Bewerbung. Da Lehrer keine negativen Wortgutachten erstellen dürften, "lesen die Personalchefs bei den Zeugnisbemerkungen zwischen den Zeilen", lautete die Antwort. Entscheidend sei, ob sich der Schulabgänger für den angestrebten Beruf eignet und welchen Gesamteindruck er beim Vorstellungsgespräch hinterlässt. "Er sollte Engagement zeigen, sich für seinen zukünftigen Beruf interessieren und über die Firma Bescheid wissen, für die er arbeiten will", fassten die Moderatoren zusammen.

Eine wichtige Rolle spielen nach Ansicht der Experten Betriebspraktika in den Ferien. "Schnuppern" vermittle einen guten Eindruck von den beruflichen Anforderungen. "Warum wollen Sie gerade diesen Beruf ergreifen und in unserer Firma arbeiten?", sei eine häufige Frage beim Bewerbungsgespräch. Sehr positiv könnten sich Aktivitäten im sportlichen, kulturellen oder kirchlichen Bereich bei der Bewerbung auswirken. Daraus ließen sich Rückschlüsse auf wichtige Grundkompetenzen wie Teamfähigkeit, kommunikative Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein ziehen. Einstudierte Phrasen seien für Personalchefs leicht durchschaubar. Künstlich antrainierte Bewerbungsgespräche werden schnell durchschaut.
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