Fischereiverein bangt um Wassernachschub für ihre Gewässer
Großer Fang, starker Verein

Thomas Götz gratulierte Jugendfischerkönig Jakob Prieschenk. Er setzte sich mit einem 3200 Gramm schweren Karpfen gegen seine Konkurrenz durch. Bild: ak
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Kemnath
11.01.2016
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Die Fischer fürchten durch die neue Baugebietserschließung um den Wassernachschub für ihre Gewässer. Ein neuer Zulauf aus dem Schirnitzbach soll die Lage entschärfen, betonten die Mitglieder des Fischereivereins bei ihrer Jahreshauptversammlung. Erhöhte Beiträge sollen helfen, die Mehrkosten für gesunde Fischgewässer abzufedern.

Bei der Jahreshauptversammlung berichtete Vorsitzender Thomas Götz vom Königsfischen Mitte Mai. Daran nahmen 24 Erwachsene und 8 Jugendliche teil. Zum ersten Mal wurde ohne Anfüttern gestartet. Das beste Angelglück und -können bei der Jugend bewies Jakob Prieschenk. Er wurde mit einem 3200 Gramm schweren Karpfen Jugendfischerkönig 2015. Bei der Disziplin Gesamtgewicht Jugend hatte Tim Fuchs mit 6000 Gramm die Nase vorne und sicherte sich Platz eins. Den zweiten Platz angelte sich Andreas Völkl mit einem Gesamtfanggewicht von 3200 Gramm vor Jakob Prieschenk, der bei gleichem Fanggewicht Platz drei ergatterte. Den größten Fang bei den Erwachsenen machte Dieter Meinhardt mit einem 4150 Gramm schweren Karpfen und wurde Fischerkönig 2015.

Der Gesamtsieg in der Wertung gefangenes Gesamtgewicht ging an Jörg Würstl mit 22 350 Gramm. Auf den 2. Platz kam wie auch im vergangenen Jahr Mathias Merkl mit ebenfalls beachtlichen 14 150 Gramm. Den dritten Platz belegte Matthias Völkl mit 9850 Gramm. Insgesamt zogen die Angler 117 Kilogramm Fisch aus dem Gewässer. Der Fang wurde zu Fischküchln und Karpfenfilets verarbeitet, die beim Fischerfest verkauft wurden.

Gewässerwart Werner Fuchs berichtete über den Fischbesatz 2015. Insgesamt wurde eine Rekordsumme von 2990 Kilogramm Fisch in die vereinseigenen Gewässer gesetzt. Davon waren 2387 Kilogramm Karpfen, 60 kg Schleien, 178 kg Hechte, 62 kg Waller, 123 kg Zander. 180 kg Bachforellen wurden in die Fließgewässer eingesetzt. Die "kapitalsten Fänge" seien ein 1,45 Meter langer Wels, gefangen von Helmut Wolf im Herrenweiher, ein 88 Zentimeter langer Zander von Jörg Würstl im großen Wilhelm-Markgraf-See und ein 98 Zentimeter langer Hecht von Kurt Schmidt im Kiesweiher gewesen.

Thomas Götz stellte fest, dass durch die Baugebietserschließung nahe des kleinen und großen Wilhelm-Markgraf-Sees das Wasserdargebot aus diesem Flurbereich abnahm. Durch die weiteren Erschließungsmaßnahmen droht ein Rückgang von Oberflächenwasser in den beiden vereinseigenen Gewässern. Die Zulaufverhältnisse können nur durch einen steten Zulauf aus dem Schirnitzbach normalisiert werden.

Der Verein erhöhte den Preis für die Tageskarte für Erwachsene von zehn auf zwölf und für Jugendliche von fünf auf sechs Euro. Die Vereinsführung beschloss zudem, den Herrenweiher und die städtische Kiesgrube nur mehr durch Mitglieder beangeln zu lassen.

Ausgenommen sind Gastangler mit Tageskarte, die von einem Mitglied begleitet werden. Bürgermeister Werner Nickl zollte der Vereinsführung Respekt für umsichtiges Handeln sowie die Leistungen zum Wohl der Mitglieder in den letzten Jahren.

Termine 2016Thomas Götz gab folgende Termine bekannt: 24. April Königsfischen, 23. Juli Fischerfest am Eisweiher. Der Termin des Vorbereitungskurses für die Fischerprüfung wird auf der Vereinshomepage bekannt gegeben. (ak)
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