Fronleichnamsprozession
Das Heiligste unterm Himmel

Am dritten Altar beim Pfarrheim am Schützengraben spendete Stadtpfarrer Konrad Amschl mit der Monstranz den sakramentalen Segen. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
28.05.2016
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Die Botschaft "Kirche unterwegs!" setzten am Fronleichnamstag viele Kemnather in die Tat um: Sie schlossen sich der Fronleichnamsprozession an und beteten mit.

Die katholischen Christen zeigen dabei in eindrucksvoller Weise, was sie wirklich sind: Leib Christi durch die Liebe Gottes, der seinen Sohn für die Menschen hingab. Die vier Altäre wurden in diesem Jahr bei Josef Leypold, am Gesellenhaus, am Pfarrheim im Schützengraben und bei Elmar Bayer am Cammerloherplatz errichtet. Schon in den frühen Morgenstunden hatten der Frauenbund, die Kolpingfamilie, der Arbeitskreis Kindergottesdienst, die Tischmütter und die KAB farbenprächtige Blumenteppiche mit eucharistischen Motiven vor die Altäre gelegt.

Die Stadtkapelle Kemnath führte die lange Prozession an. Die Musikanten spielten feierliche Prozessionsmärsche. Es folgten die Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Vereine, einige Stadträte mit den beiden Bürgermeistern Werner Nickl und Hermann Schraml sowie die Kirchen- und Pfarrgemeinderäte. Die Kommunionkinder nahmen letztmals in ihren Kommunionkleidern, aber ohne Kerzen teil. Auch einige Kinder aus der Kita "Li-La-Löhle" marschierten mit. Alle Kinder erhielten kleine Fähnchen in den Kirchenfarben.

Freiwillige Helfer schoben die alten und behinderten Menschen in ihren Rollstühlen. Feuerwehrmänner hatten die Straßen abgesperrt und sorgten für einen reibungslosen Verlauf der Prozession. Der Prozessionsweg war mit Birken gesäumt. Die meisten Anwohner hatten ihre Häuser mit Fahnen, Blumen oder Fenstertüchern geschmückt. Beschirmt von einem Baldachin trug Stadtpfarrer Konrad Amschl das Allerheiligste in einer kostbaren Monstranz. Die vier Himmelträger waren Johannes Ponnath, Albert Schreyer, Peter Ferner und Eugen Zeitler. Auf dem Weg zu den Altären betete Hans Steinkohl die Gebetsrufe vor, Kantor Josef Zaglmann sang die Christusrufe.

Bei der Ankunft am Altar sang der Kirchenchor zuerst eine lateinische Prozessionshymne. Nach dem Evangelium trugen Vorbeter die Fürbitten vor. Traditionsgemäß zeigte der Blumenteppich vor dem dritten Altar beim Pfarrheim Motive des diesjährigen Erstkommunion-Themas "Baum des Lebens". Dort beteten einige Erstkommunionkinder die Fürbitten. Das Sakramentsgebet wurde abwechselnd in deutscher und in lateinischer Sprache angestimmt. Beim eucharistischen Segen schossen die Böllerschützen auf den Altanen des Kirchturms Salut.

Die feierliche Prozession endete in der Stadtpfarrkirche mit der Einsetzung des Allerheiligsten und dem Lied "Großer Gott, wir loben dich".

Vor der Prozession hatte Stadtpfarrer Konrad Amschl um acht Uhr in der Stadtpfarrkirche den Festgottesdienst zelebriert. Chorleiter Josef Zaglmann begleitete die lateinische Festmesse und die Lob- und Dankgesänge auf der Orgel. Der Geistliche dankte allen, die zum Gelingen des Fronleichnamsfestes beigetragen hatten. Mit einem Frühschoppen im Gasthof Kormann klang der Tag aus.
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