Fünftklässler bauten für bedrohte Wildbienen ein Haus mit Nistplätzen
Überlebenschancen erhöht

Rektorin Christine Wiesend (links) dankte der Ganztagesklasse 5b und ihrem Lehrer Thomas Seitz (rechts) für den Bau dieses schönen Wildbienenhauses. Bild: jzk
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Kemnath
08.06.2016
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Einen weiteren Schritt zur Auszeichnung "Umweltschule in Europa" hat die Mittelschule getan. Die Ganztagesklasse 5b bastelte mit Klassenlehrer Thomas Seitz ein Wildbienenhaus und stellte es auf dem Schulgelände auf. Das Holz stellte die Stadt Kemnath zur Verfügung.

Seitz hatte das Bienenhaus zu Hause gefertigt und es zerlegt in die Schule mitgebracht. Im Klassenzimmer setzte er es mit seinen Schülern wieder zusammen. Aus Hartholz, Lehm, Tonziegeln und Schilfrohren schufen die Fünftklässler Nistmöglichkeiten für die Wildbienen. Die sollen im Laufe des Schuljahres immer wieder ergänzt und erweitert werden.

"Von den 300 Arten von Wildbienen, die es bei uns gibt, bevorzugen 50 derartige Nistplätze", erklärte Seitz den Mädchen und Buben. Jede zweite Art stehe jedoch bereits auf der roten Liste." Besonders der Mangel an Brutmöglichkeiten in den bebauten Gebieten führten zum erschreckenden Rückgang. Jede einzelne Nisthilfe, insbesondere in bebauten Gebieten, trage zum Erhalt dieser wichtigen Insekten bei.

Auch für die Vögel haben die Fünftklässlern ein Herz. Für sie haben sie im Winter Vogelhäuschen und Futterbehälter gebaut.

In der Mittelschule arbeiten derzeit zudem einige Klassen am Projekt "Upcycling?", bei dem Abfallprodukte oder scheinbar nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden. Cornelia Schieder, Klassenleiterin der M8b, zeigte den Buben und Mädchen der 5b, wie sie alte PET-Flaschen, Milchtüten und ausrangierte Tassen in Futtersilos verwandeln können.

Im Laufe des Schuljahres soll nun versucht werden, die verschiedenen Projekte miteinander zu verbinden.
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