Für Kemnath und Kastl startet Breitbandausbau
Internet bis zum Anschlag

Beim Kabelverzweiger und dem Multifunktionsgehäuse am Santana in Löschwitz ließen sich die beiden Bürgermeister Josef Etterer und Werner Nickl sowie Josef Lingl (von links) von Enrico Delfino und Wilhelm Köckeis (von rechts) Einzelheiten über den Breitbandausbau erklären. Bild (jzk)
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Kemnath
14.09.2016
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und Kastl werden schneller. Die Deutsche Telekom hat in Kemnath mit dem Ausbau entsprechender Internetanschlüsse begonnen. Kastl folgt in Kürze.

/Kastl. Beim offiziellen Startschuss für die Breitbanderschließung in Löschwitz informierten sich die Bürgermeister Werner Nickl (Kemnath) und Josef Etterer (Kastl) bei Telekom-Vertretern über den Baufortschritt. Rund 55 Kilometer Glasfaser werden laut Wilhelm Köckeis, zuständig für den kommunalen Breitbandausbau, verlegt.

"Die in Kemnath bereits zum Stadtbild gehörenden Tiefbauarbeiten für die Breitbanderschließung werden spätestens im Frühjahr 2017 auch in der Gemeinde Kastl beginnen", versprach der Ansprechpartner für den Infrastrukturbetrieb der Telekom, Enrico Delfino. Das Unternehmen errichte neben einer direkten Glasfaserversorgung neun Schaltgehäuse mit Outdoor-MSAN-Technik (Multi-Service Access Nodes, zu den Datendiensten zusätzliche analoge Telefon- und ISDN-Leitungen) in Kastl und 13 Schaltgehäuse in der Flächengemeinde Kemnath zur breitbandigen Versorgung der mit Kupferkabel erschlossenen Anwesen.

Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass das Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich ist. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Laut Josef Lingl, dem Beauftragten für die Breitbanderschließung, profitieren in beiden Gemeinden insgesamt 1140 Haushalte. Sie können dann Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabits pro Sekunde nutzen. In der Stadt Kemnath belaufen sich die Investitionskosten auf 922 997 Euro, in der Gemeinde Kastl auf 856 904 Euro.

Dass es sich um sehr gut investiertes Geld handelt, darüber sind sich Nickl und Etterer einig. Eine leistungsfähige und sichere Breitbandversorgung sei ein wichtiger Standortfaktor. "Das bedeutet einen großen Zugewinn für den ländlichen Raum. Die Benachteiligung der Landbevölkerung beim Internet ist dann beseitigt." Nickl freute sich über den schnellen Fortschritt. Er erwartet, dass die Vertreter der Stadt und der Telekom bis Ende 2016 den Startknopf für das neue Netz drücken können. Auch in Kastl blickt Bürgermeister Etterer erwartungsvoll auf den dafür im Sommer 2017 vorgesehenen Termin.

"Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben", meinte Enrico Delfino. "Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten und gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten voran."
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