Geburt des dritten Babys in diesem Jahr in der Flüchtlingsunterkunft Mühlbühl
Nachwuchs in Mühlbühl

"Irgendwie wird man hier ein bisschen an die Weihnachtsgeschichte erinnert", sagt Erika Bauer bei einem gemeinsamen Besuch der jungen kleinen Familie in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Mühlbühl. Der Helferkreis freue sich riesig über die kleine Mahdiya. Eine große Hilfe sei Somaje (von links) für Zarah und Alireza mit ihrem neugeborenen Mädchen. Irmgard Zäch und Erika Bauer vom Helferkreis hoffen auf eine kleine Wohnung für das junge Familienglück. Bild: kkl
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Kemnath
16.02.2016
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Über das Baby Mahdiya, freut sich der Helferkreis für Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in Mühlbühl. Es ist bereits das dritte Baby in diesem Jahr. Und das bei schwierigen Bedingungen.

Nagel. Die Eltern Zarah und Alireza Ebrahimi kommen aus der Stadt Ghazni in Afghanistan und leben seit 16. Oktober in der Gemeinschaftsunterkunft in Mühlbühl. Irmgard Zäch, Erika Bauer und der Helferkreis bemühen sich jetzt um die Dinge, die organisiert werden müssen.

Bei der Anmeldung des Babys im Krankenhaus hat sich herausgestellt, dass auf den Einreisepapieren der Vor- und Nachname des Vaters verdreht worden ist. Nach drei Besuchen im Landratsamt, müsse nun auf die Übersetzung des Passes gewartet werden. So werde die Ausstellung der Geburtsurkunde noch einige Tage dauern, erklärte Bauer.

Hilfe für die Familie


Hannah Schatz und Elias Reithmeier haben im Vorfeld Babysachen besorgt, sagt Bauer. Pfarrerin Doris Schirmer-Henzler konnte mit Gabriele Gehr aus Pechbrunn eine Hebamme gewinnen. Am 4. Februar kam Mahdiya im Krankenhaus in Marktredwitz zur Welt. Der Papa hat die Geburt begleitet, erzählt Bauer. Der jungen Mutter gehe es gut. Eine Hilfe für die Familie ist Somaje, die ebenfalls in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht ist.


Sie spricht sehr gut deutsch und hilft dem Paar bei Sprachschwierigkeiten. Tagsüber versorgt sie auch die Mutter, da der Vater den Deutschunterricht in Marktredwitz besucht.
Bedauerlich sei, dass die Familie in einem kleinen Zimmer wohnt. Nicht einmal Platz für einen Schrank mit Geschirr sei vorhanden. Alle hoffen auf die Genehmigung einer kleinen Wohnung für die Familie.

Zum Schlafen komme das Paar kaum, da die Geräusche von anderen Bewohnern durch eine Trenntür in das Zimmer dringen. Die Familie sei ordentlich und halte das Zimmer sauber, betonte Zäch.

Tisch und Ständer


Auch braucht die junge Familie einen Wickeltisch und einen Wäscheständer, beides in kleiner Ausführung. Spender können sich bei Irmgard Zäch, Telefon 09236/969712, oder Erika Bauer, 09236/1006, melden.
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