Gemeinderat plant standesamtlichen Service
Ja-Wort am Ufer des Fichtelsees

Der Fichtelsee ist nicht nur ein schöner Platz, um Enten zu füttern. Auch für Hochzeitspaare könnte er künftig eine spezielle Kulisse bieten. Bild: gis
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Kemnath
29.01.2016
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Fichtelberg. Wenn es nach dem Gemeinderat geht, können sich Heiratswillige künftig auch am Fichtelsee und im Besucherbergwerk "Gleißinger Fels" trauen lassen. Bislang war das nur im Rathaus möglich.

"Ein attraktives Angebot für die Brautleute und ein Vorteil für die Gemeinde" betonte Bürgermeister Georg Ritter in der jüngsten Gemeinderatsitzung und informierte, "dass wir bereits entsprechende Anfragen bekommen haben". Andere Orte wie Bad Berneck, Bischofsgrün oder Wirsberg machen dies bereits vor. Nun müsse noch die Zustimmung des Landratsamts abgewartet werden.

Überstunden abbauen


Die gemeindlichen Mitarbeiter im Bauhof mussten in den vergangenen Jahren während des Winters immer viele Überstunden machen. Wie Bürgermeister Ritter in der jüngsten Gemeinderatsitzung betonte, bestand aufgrund der Fürsorgepflicht der Gemeinde gegenüber seinen Mitarbeitern dringender Handlungsbedarf. Um die Überstundenzahl einzudämmen, wurde bereits im vergangenen Winter die sogenannte Radladertour extern vergeben. Genau diese Vorgehensweise habe gezeigt, dass dies, so Ritter, der richtige Weg sei. Deshalb wurde vor dieser Wintersaison erneut eine Ausschreibung gemacht mit dem Ziel, weitere Räum- und Streutouren extern zu vergeben. Das Ergebnis war, dass die Kosten pro Stunde Winterdienst erheblich niedriger sind als die Kosten, die durch den Bauhof anfallen - ganz davon zu schweigen, dass durch weniger Winterdienst auch weniger Schäden an den gemeindlichen Winterdienstfahrzeugen entstehen und behoben werden müssen. Die Vergabe - sowohl aus Sicht der Fürsorgepflicht als auch aus Kostengründen - war notwendig und gerechtfertigt war" brachte Ritter die Entscheidung auf den Punkt.

Die beauftragte externe Firma räumt und streut nur dann, wenn sie durch einen Bauhof-Mitarbeiter nach einer Kontrollfahrt an bestimmten Zeiten durch die Gemeinde angerufen und beauftragt wird. Wie in jedem Winter wurden auch heuer die üblichen Fragen herangetreten, wie "Warum kommt der Schneepflug so spät?", "Warum wird der Schnee gerade in meine Einfahrt geräumt?", "Wird wohl in meiner Straße überhaupt nicht geräumt?", machte Bürgermeister Georg Ritter deutlich. "Aber alle, denen ich die Situation erklärt habe, hatten letztendlich Verständnis dafür", ist der Bürgermeister zufrieden und verband seine Aussage gleich mit einem Lob an die Bevölkerung, die, wie er betonte, ihre Räum- und Streupflicht auf den Gehbahnen vor ihren Anwesen sehr ernst nahm. Die Winterdienstfahrer wurden ausdrücklich angewiesen, den Schneepflug so einzustellen, dass der Schnee, dort, wo es möglich ist, auf die gegenüber von Grundstückseinfahrten liegenden Seiten geräumt wird. "Aber auch auf diese Art und Weise kann nicht gewährleistet werden, dass kein Schnee in die Grundstückseinfahrten fällt", so der Bürgermeister.
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