Gemeinderatsitzung in Speichersdorf
Nahe der Bebauung bauen

Im Gemeinschaftshaus Windischenlaibach ist Sand dort, wo er nicht hingehört, nämlich drinnen. Der Ort will deshalb einen Teil des Hofs selber pflastern. Bild: ak
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Kemnath
09.09.2016
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Heizen, bauen, pflastern - die Tagesordnung des Gemeinderats war umfangreich. Auch ein Antrag, der schon über fünf Monate alt ist, beschäftige die Räte.

Speichersdorf. Bürgermeister Manfred Porsch berichtete, dass dem Bauauschuss in der April-Sitzung ein Antrag von Martin Veigl vorlag. Veigl beantragte, ein Einfamilienhaus am Ortsrand von Haidenaab zu bauen. Der Ausschuss entschied, den Standort in Richtung vorhandene Bebauung zu rücken. Das Landratsamt und Amt für Landwirtschaft hat die Privilegierung festgestellt. Das Haus kann im Außenbereich errichtet werden.

Biologisch wärmen


Die Bioenergie Speichersdorf will einen Vorratsbunker für Hackschnitzel und eine Heizzentrale mit Fernwärmeleitungen im Schulzentrum bauen. So sollen die Schule, Sportarena und das Rathaus mit Bioenergie-Wärme versorgt werden. Der Schulkeller wird als Hackschnitzelbunker umgebaut und ein Außen-Zugang angelegt. Dem eigenen Bauantrag stimmten die Räte mit zwei Gegenstimmen zu.

Porsch informierte über einen Antrag der Dorfgemeinschaft Windischenlaibach. Sie will einen Teil der Hoffläche zum Gemeinschaftshaus in der Ortsmitte selbst pflastern. Die Kommune soll die Material- und Gerätekosten übernehmen. Das Argument: Beim Eingang zum Jugend- und Lagerraum wird ständig Sand aus der ungepflasterten Fläche hereingetragen. Das tut dem Fußboden des Gemeinschaftshauses nicht gut. Die Kosten für die rund 84 Quadratmeter große Pflasterfläche belaufen sich auf rund 1750 Euro.

Die Befugnisse des Bürgermeisters bei notariellen Angelegenheiten in Grundstücksgeschäften werden erweitert. Bisher konnte er Erklärungen zu Grundstücksrechten bis zu einer Wertgrenze von 500 Euro abgeben. Notar Dr. Hans-Hermann Wörner schlug vor, dass das Gemeindeoberhaupt künftig Erklärungen aller Art zu Grundstücksgeschäften tätigen darf. Dies betrifft vor allem Löschungen, Pfandfreigaben und Rangrücktritte. Der Änderung der Geschäftsordnung stimmt das Gremium einstimmig zu.

Der Rat genehmigte den Antrag von Hermann Küffner, eine Wegefläche (Gemarkung Zeulenreuth) zwischen seinen landwirtschaftlichen Grundstücken einzuziehen und an ihn zu verkaufen. Grund dafür ist, dass der unbefestigte Weg zur öffentlichen Erschließung der Anliegergrundstücke nicht mehr notwendig ist und die Grundstücke zu einem verschmolzen werden können. Der Hofäckerweg in der Nähe der Bundesstraße 22 und des Mobilfunkmastes soll mit dieser zwischenliegenden Teilfläche eingezogen werden.
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