Glaubensseminar mit Pfarrer Martin Besold über „Christliches Leben heute“
In Notleidenden Christus sehen

Pfarrer Martin Besold (stehend) war der Referent beim ersten Glaubensseminar. Hans Schindler vom Pfarrgemeinderat (vorne, Zweiter von rechts) danke ihm am Ende seiner Ausführungen mit einem Geschenk. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
24.02.2016
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Waldeck. Die Grundzüge christlichen Lebens - glauben, beten, teilen - übertrug Pfarrer Martin Besold beim ersten Glaubensseminars auf die Fastenzeit: beten, fasten, Almosen geben. Wertvolle Hinweise können laut dem Erbendorfer Seelsorger die Impulse von Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben "Evangelii gaudium" geben. Lesenswert seien auch die Gedanken von Christian Hennecke in seinem Buch "Kirche, die über den Jordan geht".

Unter Beten verstand Besold, eine Beziehung mit Gott herzustellen. Dies sei zwar etwas Persönliches, es brauche aber auch die Gemeinschaft der Gläubigen, die im Gottesdienst bete. Im Fasten sieht er ein bewusstes Einschränken im Essen, Trinken, Rauchen und Nutzung des Fernsehens. Früher sei Fasten mit der Vorstellung von Hunger, Selbstdisziplinierung und Verzicht verbunden worden. Moderne Praktiken seien Heilfasten oder Wellnessangebote. Das Ziel des Fastens sei aber ein anderes, nämlich Umkehr zu Gott und den Glauben, betonte der Seelsorger. Wer auf Liebgewonnenes verzichte und sich auf das Notwendige konzentriere, spüre, worauf es ankommt. Alles, was zum Leben gehöre, komme letztlich von Gott.

Almosen und Werke der Nächstenliebe gehörten besonders zur Fastenzeit. Sie bedeuten, in mutlosen, kranken, behinderten und armen Menschen Christus zu sehen.

In seinem Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" gebe Papst Franziskus Impulse für das christliche Leben heute und in der Zukunft, erklärte Besold. Die Freude des Evangeliums bedeute, weniger Besitzstandswahrung und mehr Mission. Das Hauptaugenmerk solle demnach nicht auf der Kirche selbst liegen. Sie sei vielmehr das Mittel, das Evangelium Christi zu verbreiten.

Das Credo von Papst Franziskus laute: "Nicht steckenbleiben im innerkirchlichen Betrieb, sondern an die Ränder gehen." Immer dort gegenwärtig sein, wo das Licht und das Leben des Auferstandenen am meisten fehlen. Auch in der Pfarrei gelte es, neue Wege zu finden, um den Glauben weiterzugeben.

Hans Schindler vom Pfarrgemeinderat dankte Pfarrer Martin Besold nach einer anregenden Diskussion für den aufschlussreichen Vortrag und überreichte eine kleine Aufmerksamkeit.
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