Glocke der Ägidius-Kapelle für Heimat- und Kulturverein ein Zeichen des Zusammenhalts
Krönung nach 30 Jahren

In der Glocke der Ägidius-Kapelle sieht der Heimt- und Kulturverein ein Symbol der Gemeinschaft im Kemnather Land. Bilder: hl
Vermischtes
Kemnath
30.01.2016
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Beherrschende Themen in der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Kulturvereins (HuK) waren der Glockenguss und die Revitalisierung der Ägidiuskapelle auf dem Schlossberg. Außerdem stellte Leonhard Zintl die Pläne für die Burgruine in den nächsten Jahren vor.

Waldeck. Für den zweiten Vorsitzenden ist die Glocke ein Symbol der Gemeinschaft und für gelebtes Bürgerengagement. Ihre Segnung und die der Ägidius-Kapelle sei die Krönung von drei Jahrzehnten Arbeit. Mitentscheidend für das "Jahrhundertereignis" sei die Zusage der Bundesförderung von 200 000 Euro gewesen. Als bewegendsten Moment bleibe Zintl der erste Glockenschlag in Erinnerung. Bei der Andacht am 3. September auf dem Schlossberg habe die Glocke erstmals zum Angelus-Gebet geläutet.

Zintl berichtete in diesem Zusammenhang von einem von einem Kemnather geschriebenen Gedicht. Da der Verfasser nicht bekannt sei, solle er sich beim HuK melden. Die spontane Übernahme der Patenschaft für die Ägidius-Kapelle durch die Pfarrei Ebnath sei ein Zeichen des Zusammenhalts, betonte der Redner. Dankesworte richtete er an alle, die zum Gelingen des Werkes mit beigetragen haben, besonders an die Stadt Kemnath und die Waldecker, die mehr getan haben, als sie müssten. Dies sei ein Beispiel für gelebtes Bürgerengagement.

In seine Würdigung schloss Zintl auch Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege ein. Ohne die wertvolle Zusammenarbeit und dessen Unterstützung wäre das Projekt Ägidius-Kapelle nicht möglich gewesen. Der Schlossberg habe an Bedeutung zugenommen, was die Besucherzahlen, besonders an Sonn- und Feiertagen, zeigten.

Ein weiteres Symbol für Gemeinschaft seien auch ökumenische Andachten in der Ägidiuskapelle. Im Juli sei ein Gottesdienst der evangelischen Pfarrei geplant, ebenso Andachten der evangelischen Pfarrei Wirbenz und der Pfarrei Waldeck.

Für die Jahre bis 2020 steht die Erhaltung der Ruine an erster Stelle. Weiter werden die Keller gesichert und die Eingänge begehbar gemacht. Der Rundweg mit Tafeln und App wird fertiggestellt und heuer eingeweiht. Außerdem ist ein Kräutergarten auf dem Schlossberg angedacht.

Die Zusammenarbeit mit dem Landestheater Oberpfalz geht mit den Stück "Der Revisor" am 21. und 22. Juli weiter. Ein Kindertheater "Der verborgene Schatz" gibt es am 22. Juli. Etwas besonderes ist auch der geologische Lehrpfad am Schlossberg. Bestens angenommen wird zudem der Marterlweg.
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