Glockenguss hallt lange nach
Waldecker Heimat- und Kulturverein meistert "Jahrhundertereignis"

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Kemnath
27.01.2016
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2015 war nicht nur für den Heimat- und Kulturverein (HuK) ein besonders Jahr. Mit Glockenguss und -segnung ist es auch ein herausragendes Kapitel in der Geschichte Waldecks. Für Vorsitzenden Georg Wagner lässt sich dies wohl nicht mehr steigern.

Waldeck. Nicht nur die Mitglieder des 167 Personen zählenden Vereins, auch die gesamte Bevölkerung sei in den vergangenen Monaten zur Mithilfe gefordert gewesen, hielt Wagner in der Jahreshauptversammlung fest. Er erwähnte den Glockenguss am 24./25. Juli durch Bruder Michael vom Kloster Maria Laach sowie die Vorbereitungen dafür. Dies seien Ereignisse gewesen, die wahrscheinlich in Waldeck auch für die Zukunft einmalig sind. Als zweiten Höhepunkt führte der Vorsitzende die Überführung der Glocke am 29. und 30. August auf den Schlossberg und die Weihe der Ägidiuskapelle durch Weihbischof Reinhard Pappenberger an. Wagner dankte allen, die an den beiden Ereignissen mitgearbeitet und sich eingebracht haben.

Tafeln für Stationenweg


Ebenso streifte er die weiteren Veranstaltungen wie Segnung des Osterbrunnens durch Pfarrer Heribert Stretz, Aufstellen des Maibaumes und Besuch der OWV-Hauptversammlung in Vohenstrauß. Wanderwart Uwe Schimpf habe sich wieder hervorragend um die Pflege der Wanderwege gekümmert. Aufgestellt hat der HuK die Tafeln für den Stationenweg rund um den Schlossberg. Zum Denkmaltag im September bot er Führungen auf der Burgruine an.

Der Vorsitzende ging auch kurz auf das Orgelkonzert in der Stadtpfarrkirche in Kemnath und mit Cantabile Regensburg in der Pfarrkirche Waldeck ein, bei denen Kössler-Kompositionen zu hören waren. Neben runden Geburtstagen von Mitgliedern besuchten Abordnungen Feste der Vereine in der Pfarrei und beteiligten sich in Tracht an den kirchlichen Umzügen. Anschließend dankte Wagner allen Helfern, der Fahnensektion, den Trachtenträgern, Matthias Frischholz für die Betreuung der Homepage und Josef Brunner für seinen Einsatz im Zuge der Hans-von-Koessler-Aktivitäten. Ein Lob galt zudem der Firma Heindl-Kamin für die Bereitstellung des KIeinbusses, den Feuerwehren und dem Roten Kreuz, Jagdpächter Erwin Heindl für das gespendete Wildschwein bei der Glockensegnung, Franz Horn für seine Arbeiten auf dem Schlossberg, der Stadt Kemnath mit Bauhof für die Unterstützung sowie den Vorstandskollegen.

Für den erkrankten Schriftführer Helmut Tausch verlas Wagner dessen Bericht. Richard Fütterer gab die Erläuterungen des verhinderten Kassiers Alexander König weiter. Michael Klugmann konnte keine Fehler feststellen.

Für Bürgermeister Werner Nickl hat es 2015 ein Jahrhundertereignis zu feiern gegeben. Es sei viel "Tolles passiert". Die Konzerte, das Geschehen auf der Burgruine seien nicht nur im Kemnather Land, sondern in der ganzen nördlichen Oberpfalz einmalig. Er lobte besonders Franz Horn, der nicht nur tatkräftig mit anpacke, sondern seine Rolle als Schlossbergbauleiter hervorragend erfülle.

Ein "Meilenstein"


Es sei ein Meilenstein in der Geschichte der Burg gewesen, als die Glocke gegossen und in der Ägidiuskapelle geweiht wurde. Die Betreuung der Wanderwege sei vorbildlich und suche seinesgleichen, meinte Nickl. Die Versammlung hatte mit einem Totengedenken für die im Vorjahr verstorbenen Mitglieder Udo Heine, Rudolf Thurn, Reimund Merkl und Peter Prechtl begonnen.
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