Gottesdienst zum 30-jährigen Bestehen des Arbeitskreises "Action 365"
Ökumene nicht erzwingen

Auf dem Eisweihergelände zelebrierten die beiden Pfarrer Dirk Grafe und Konrad Amschl (hinten von links) den ökumenischen Gottesdienst zum 30-jährigen Bestehen des ökumenischen Arbeitskreises "Action 365". Die musikalische Gestaltung hatte der Posaunenchor Wirbenz übernommen. Bild: jzk
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Kemnath
05.07.2016
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30-jähriges Bestehen feiert der ökumenische Arbeitskreis "Action 365". Getragen wird er von katholischen und evangelischen Christen aus dem Pfarrgemeinden Kemnath und Wirbenz.

"Gott, unsere Mitte" lautete das Thema des Jubiläumsgottesdienstes auf dem Eisweihergelände. Zahlreiche Gläubige beider Konfessionen feierten ihn andächtig mit.

"Mitten in unseren beiden Gemeinden gibt es Trennendes und Verbindendes, mitten aus unseren Glaubenserfahrungen Unterschiede und gemeinsam Tragendes", sagten die Pfarrer Konrad Amschl und Dirk Grafe bei der Begrüßung. Teils heiter, teils ernst waren einige Begebenheiten, die einige langjährige Mitglieder des Arbeitskreises erzählten.

Beim Predigtgespräch tauschten die beiden Seelsorger Gedanken zur Ökumene aus. "Ursprung der Ökumene ist der eine Herr Jesus Christus, Ziel ist die eine Gemeinschaft bei Gott", betonte Amschl. "Zwischen diesem Ursprung und dem Ziel gehen wir den Weg über die verschiedenen Kirchen."

In der Ökumene der Kirchen habe es große Fortschritte gegeben, auch in den Gemeinden Kemnath und Wirbenz. Als positive Beispiele zählte Amschl die drei ökumenischen Gottesdienste im Jahr, die Sternwallfahrt nach Oberndorf, den Ausflug alle zwei Jahre und den "Kleinen Dienst" auf. "Unser Miteinander ist von gegenseitigem Vertrauen und Respekt vor den Glaubenstraditionen des anderen geprägt."

"Wir sind in Kemnath und Wirbenz auf einem guten Weg", meinte auch Dirk Grafe. "Vieles verbindet uns, aber es gibt auch Grenzen." Die Ökumene könne nicht erzwungen werden. Beide wünschten sich, dass die Gemeinden immer von der Perspektive der Einheit und nicht vom Blickwinkel des Trennenden ausgehen. "Wir wollen das stärken, was wir gemeinsam haben", betonten sie. "Wandle meine engen Grenzen und meine kurze Sicht in Weite", lautete eine Fürbitte.

Mit der Kollekte werden Pater Georg Sporschill und seine Straßenkinder in Rumänien unterstützt. "Gott, der Herr schenke dir Mut, Grenzen zu überschreiten und auf alle Menschen zuzugehen", beteten die beiden Pfarrer vor dem Segen.

Passende Lieder aus dem Liederbuch "Kommt, atmet auf" und der Posaunenchor Wirbenz unter der Leitung von Susanne Kropf untermalten den Gottesdienst. Manfred Spiegler gab einen Rückblick auf die Geschichte des Arbeitskreises "Action 365" (Bericht folgt).

Nach dem berührenden Gottesdienst nutzten viele Besucher den lauen Sommerabend zu einem gemütlichen Beisammensein auf dem Eisweihergelände.
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