Großeinsatz in Kemnath [Aktualisierung]
Ammoniakwolke beim Großmetzger

Bild: Wellenhöfer
Vermischtes
Kemnath
05.04.2016
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Feuerwehren und Rettungskräfte der Region eilten am frühen Dienstagabend zur Großmetzgerei Ponnath nach Kemnath. Gegen 16 Uhr wurde die Polizeiinspektion Kemnath darüber informiert, dass im Gewerbegebiet Kemnath im Bereich des Baumarktes mehrere Personen über Atemwegsreizungen klagen.

Die Ermittlungen ergaben, dass gegen 14.45 Uhr, im fleischverarbeitenden Betrieb Ponnath aus einem Überdruckventil kurzzeitig Ammoniak ausgetreten ist. Die Chemikalie wird dort als Kühlmittel genutzt. Durch das Gas erlitten laut Polizei außerhalb des Betriebes zwölf Personen Atemwegsreizungen. Sechs Personen kamen zur weiteren Beobachtung in Krankenhäuser. "Mitarbeiter des Betriebes wurden nach derzeitigem Kenntnisstand nicht verletzt", berichtet Polizeisprecher Bernhard Gleißner. Gegen 18:45 Uhr gab es Entwarnung. Der Markt war wieder freigegeben und auch aus der Großmetzgerei rückten die Rettungskräfte ab.

Personen, die sich zum Unfallzeitpunkt in der Nähe des genannten Betriebes im Gewerbegebiet in Kemnath aufgehalten und ähnliche Beschwerden bei sich festgestellt haben, werden vorsorglich darauf hingewiesen, einen Arzt aufzusuchen und sich mit der Polizeiinspektion Kemnath unter der Telefonnummer (09642) 92030 in Verbindung zu setzen.

Im Einsatz waren unter anderem die Feuerwehren Kemnath, Speichersdorf und Kötzersdorf mit insgesamt 25 Einsatzkräften sowie das BRK mit insgesamt 14 Rettungsfahrzeugen und 4 Notarztwagen.

Bereits im Juli 2015 war in der Großmetzgerei Ammoniak ausgetreten, nachdem in einem Gasverdichter ein technischer Defekt aufgetreten war. Damals mussten 300 Mitarbeiter den Betrieb verlassen. Acht Beschäftigte kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. (wüw/uax)
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