HAK legt Jahresprogramm fest
Siegeln, singen, Straßen suchen

Eckpunkte des Vereinsprogramms für 2017 setzte der Vorstand des Heimatkundlichen Arbeitskreises bei ihrer Oktobersitzung im Musikeum. Bild: bjp
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Kemnath
25.10.2016
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Viel vorgenommen hat sich der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) für das kommende Jahr. Vor allem Museumsleiter Anton Heindl hält ein vielfältiges Ausstellungsprogramm für das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in petto.

Die Wegmarken für 2017 setzte der Vorstand in einer Sitzung im "Musikeum". Die wohl wichtigste Weichenstellung: Das eingespielte Leitungsteam macht weiter. Zu den Vorstandwahlen in der Hauptversammlung am 31. März wird auch Vorsitzender Hans Rösch noch einmal den Hut in den Ring werfen.

Doch will der mit 490 Mitstreitern zweitgrößte Kemnather Verein auch verstärkt um Mitglieder- und Mitarbeiternachwuchs werben. An interessanten Arbeitsfeldern herrsche beim HAK kein Mangel, waren sich die Verantwortlichen einig. Dies gelte umso mehr, seit die heuer gegründete Arbeitsgruppe "Altstraßenforschung" das Vereins-"Portfolio" abrunde.

"Das Interesse an unserer Gruppe ist überraschend groß", freute sich deren Leiter Peter Wittmann. Gefragt waren wiederum die Stadtführungen, wenngleich die Nachfrage etwas hinter den Vorjahren zurückblieb: Laut Hans Rösch nahmen an zehn Führungen 268 Personen teil. Auch das Interesse am neugestalteten Geologischen Erlebnisweg sei bisher noch nicht ganz so groß wie erwartet, doch könnte sich dies ändern, wenn der Lehrpfadführer fertiggestellt sei. Überdies, so Rösch, weise man jetzt bei Waldeck deutlich auf die "Fränkische Linie" hin, eine der markantesten Bruchlinien in der mitteleuropäischen Erdkruste.

Von den weit fortgeschrittenen Arbeiten am Jahrbuch "Kemnather Heimatbote" berichtete dessen Schriftleiter Robert Schön: "70 Prozent des Hefts sind fertig, noch ausstehende Beiträge sollten bis 15. Dezember vorliegen." Im Stadtarchiv werde der Aufbau der Meldeunterlagen- und Bildersammlungen fortgeführt, die Archivgruppe solle sich wieder häufiger treffen. Zufrieden über das Interesse an den Sonderausstellungen des Heimatmuseums, namentlich an der Dokumentation des Kemnather Theaterwesens, äußerte sich Museumsleiter Anton Heindl.

Einen neuen Weg beschreitet das Museum mit der Weihnachtsausstellung, die am 2. Dezember, dem "Candle-Light-Freitag", eröffnet wird. Nach mehreren Präsentationen traditioneller Weihnachtskunst widme sich die Museumsgruppe diesmal dem Thema "Wohlig warm - Wärmflaschen und ihre Geschichte". Im Frühjahr folge eine Blankwaffenausstellung, weitere Sujets lauteten "Wenn Bücher lebendig werden - Pop-up-Kinderbücher" und "Schreiben, sammeln, siegeln".

Die Musikautomatenausstellung im "Musikeum" kann heuer noch am 30. Oktober und 27. November von 14 bis 16 Uhr besucht werden, ab 2017 will Anton Heindl die wertvolle Spezialsammlung im "Meisterhaus" an den Marktsonntagen öffnen. Um eine Kemnather Jagdflinte wurde die Handfeuerwaffensammlung erweitert. Beachtliche 818 Teilnehmer zählte Monika Fink bei den Wirtshaussing-Terminen: "Und es stehen heuer noch zwei solche Veranstaltungen an." Schließlich sprach sich der Vorstand für eine Modernisierung der Vereinswebsite aus. Als Vereinsausflug will der HAK für 23. bis 25. Juni eine Berlinfahrt mit Besuch des Reichstagsgebäudes, Stadtrundfahrt und Gelegenheit zum Shoppen und "Kultur tanken" anbieten.
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