Hans Rösch übergibt an Hans Frisch
Naturschutz in neuen Händen

Von links Leopold Mühlhofer, Dr. Wolfgang Schinner, Hans Frisch, Hans Rösch. Bild: hrö
Vermischtes
Kemnath
09.08.2016
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(plum/hrö) Fast fünf Jahre war Hans Rösch auf der Suche. Nun hat der Naturschutzbeauftragte der Kemnather Jäger mit Hans Frisch einen Nachfolger gefunden. Er plant, die bisher angestoßenen Projekte fortzusetzen. Insgesamt rund 40 Jahre war Hans Rösch als Naturschutzbeauftragter tätig. Zunächst zwei Jahrzehnte bei den Waidmännern in Tirschenreuth, danach ebenso lange beim Kreisverband Kemnath. Aus Altersgründen - Rösch feierte vor kurzem den 75. Geburtstag - wollte sich der ehemalige Forstamtsrat aus dem Amt zurückziehen. In seiner Amtszeit hatte der Naturschutzbeauftragte allerlei zu tun.So hat der Kemnather Jagdgenossen und Jagdpächter zur Biotopverbesserung in den Revieren beraten. Sträucher und Bäume, die mit insgesamt circa 3000 Euro pro Jahr vom Landesjagdverband Bayern bezuschusst wurden, konnten über Rösch bestellt werden. So seien in seiner Amtszeit pro Jahr circa 100 masttragende Bäume und Sträucher flächendeckend gepflanzt worden.

Neben dem Anlegen von Wildäckern und dem Bestellen von Saatgut war vor allem das, jetzt bereits seit 15 Jahren laufende "Rebhuhnprojekt Kemnather Land" besonders wichtig für ihn. Seit Jahren sind die Bestände dieser Tierart rückläufig. Dies liegt laut Rösch an mehreren Faktoren. Zum einen wirken sich die ungünstige Witterung und der totale Schutz von Greifvögeln negativ auf den Rebhuhnbestand aus. Hinzu kommt noch der Wandel der Landwirtschaft, ein gestiegenes Verkehrsaufkommen und das Mähen der Straßengräben zu Brutzeiten. Man arbeite auf eine bessere Aufklärung bezüglich dieser Problematik hin, so Rösch.

Außerdem betonte er die gute Zusammenarbeit mit dem Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz. Aber auch wenn Rösch nun die Aufgaben abgegeben hat, hat er noch viele andere. So ist er als Biberbeauftragter im ganzen Landkreis unterwegs, so lange, wie er dies noch gesundheitlich schafft. Zudem unterrichtet er in der Landesjagdschule Wunsiedel und ist als Prüfer für Jagdhunde aktiv. Nachfolger Hans Frisch, Leiter der Forstdienststelle Hessenreuth, möchte gerne das Projekt Röschs mit den Rebhühnern fortsetzen. Die Pläne des 47-jährigen beinhalten die Verbesserung und Förderung von Artenvielfalt und die Pflanzung von Streuobstbäumen und Heckenstrukturen.
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