Harald Schlöger gibt Gestaltungstipps mit Stauden
Die Großen nach hinten

"Stauden bieten mit ihrer kaum überschaubaren Vielfalt viele Kombinationsmöglichkeiten bei der Gartengestaltung", betonte Kreisfachberater Harald Schlöger (stehend) bei den Landfrauen. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
19.02.2016
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Wie ein Büfett sollte auch ein Garten bunt und vielfältig sein. Zum Ersten hatte Kreisfachberater Harald Schlöger bei den Landfrauen zwar keine Tipps, dafür aber umso mehr zu Blütenstauden.

Ortsbäuerin Marianne Schmidt-Kopp hatte den Kreisfachberater im Gasthof "Zur Fantasie" als Referenten zum Oberpfälzer Brunch eingeladen. Laut Schlöger hat jeder Garten seine Besonderheiten. Bäume, Sträucher und Hecken bildeten dessen Gerüst. Stauden seien als schmückendes Gestaltungselement unverzichtbar. Zudem erhöhten sie den ökologischen Wert und die Erlebnisvielfalt.

"Die Artenfülle und Mannigfaltigkeit bei den Stauden ist fast unüberschaubar". Sie könnten vielfältig verwendet und kombiniert werden und bewirkten wundervolle Gartenbilder, betonte der Fachmann. Allerdings müssen einige Gestaltungsgrundsätze beachtet werden. So sei beispielsweise auf die Höhenstaffelung zu achten. Bei einem Beet, das nur von einer Seite aus betrachtet werde, sollten die höchsten Stauden in den Hintergrund gepflanzt werden, davor mittelhohe Arten. Niedrige Stauden schließen das Beet an den Rasen oder Weg an. "Dadurch wird keine Staude verdeckt und jede kommt gut zur Geltung."

Eine Staudenpflanzung benötigt ein Gerüst. Günstig wäre es, wenn sie sich an ein Gebäude, eine Wand, Mauer, Schnitthecke oder an ein Sichtschutzelement anlehnen könnte. Dies biete der Pflanzung Halt und einen Windschutz.

"Stauden verlangen meist nach Gemeinschaft und werden deshalb in Gruppen gepflanzt", erklärte der Redner. Je höher sie seien, desto kleiner sollten die Gruppen sein. Wer lange Freude an gesunden Staudenpflanzungen haben wolle, müsse sich an den jeweiligen Boden- und Klimaansprüchen orientieren. Auch das Lichtangebot spiele eine große Rolle.

Die Düngung richte sich nach dem Nährstoffgehalt des Bodens und der Bedürftigkeit der Stauden. Eine ausgewogene Versorgung wirke sich positiv auf die Stabilität der Pflanzen aus. Von wenigen empfindlichen Arten abgesehen, benötigten die meisten Stauden unter normalen Bedingungen keinen Winterschutz.

Schlöger stellte abschließend einige empfehlenswerte Pflanzen für Beet, Freifläche, Steingarten und Gehölzrand vor. Seine Aussagen untermalte er mit farbenprächtigen Bildern von Gärten, die er angelegt hatte. Rita Hautmann, die Ortsbäuerin von Höflas, dankte ihm für die Ausführungen.
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