Heimatmuseum zeigt „Luxuspapiere“
Vergängliche Zeugen

Museumsleiter Anton Heindl und der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK), Hans Rösch (von links), eröffneten die neue Ausstellung mit künstlerisch gestalteten Servietten, Poesiealben, Scherenschnitten und Spielzeug aus Papier. Bild: bjp
Vermischtes
Kemnath
25.07.2016
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Eine mit mehr als 140 Exponaten bestückte Sonderausstellung eröffneten Museumsleiter Anton Heindl und der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK), Hans Rösch, am Freitagabend im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum. "Träger abendländischer Kultur" gebe es hier in den kommenden vier Monaten zu entdecken, warb Heindl.

Ist das nicht etwas übertrieben für "Luxuspapiere" wie künstlerisch gestaltete Servietten, Kulissen-Glückwunschkarten, Poesiealben, Scherenschnitte oder papierenes Spielzeug? Nein, meinte der Museumschef. Bei näherem Hinsehen spiegelten diese "bunten vergänglichen Zeitzeugen", die vorwiegend aus der Zeit des "Historismus" vor etwa 100 bis 150 Jahren stammten, Licht- und Schattenseiten der Kultur-, Kunst- und Technikgeschichte wider. "Die für diese Stücke angewandte hochentwickelte Technik versetzt uns oft in Staunen", stellte Heindl fest. Aus heutiger Sicht erschrecke aber die militaristische Indoktrination durch Spielzeug: "Ein von Kindheit an vermittelter übersteigerter Patriotismus bereitete den Boden für zwei Weltkriege." Bericht folgt
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