Helferfest beim Landvolk sieben Jahre nach Stadtjubiläum
Dorfbaumeister warten lange aufs Essen

Bei der Nachfeier bedankten sich die beiden Organisatoren Michael Hautmann und Hans Vogel (stehend von links) bei allen Helfern. Auch Josef Krauß, Stadtpfarrer Konrad Amschl und Bürgermeister Werner Nickl (links) feierten mit. Bild: jzk
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Kemnath
01.06.2016
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Kuchenreuth. Nach einer Veranstaltung noch Geld in der Vereinskasse? In der Regel ist das für die Verantwortlichen ein Grund zur Freude. So war das zwar auch beim Landvolk nach der 1000-Jahr-Feier der Stadt Kemnath, doch was sollte damit geschehen? Etwas davon spenden? Oder eine Anschaffung? Nach nun mittlerweile sieben Jahren entschlossen sich Michael Hautmann und Hans Vogel, alle Mitwirkenden mit ihren Familien zu einem Helferfest einzuladen.

Nach einem Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen in der Stadtpfarrkirche, den das Mozartquartett musikalisch gestaltet hatte, trafen sie alle in der "Sakristei", der angebauten Lagerhalle, und in einem Partyzelt in Kuchenreuth. In seiner Dankesrede erinnerte Hautmann an das historische Stadtfest im Juli 2008.

Landwirte und -frauen aus Berndorf, Eisersdorf, Kuchenreuth, Guttenberg, Schweißenreuth, Bingarten, Höflas, Waldeck, Zwergau, Beringersreuth, Schönreuth, Neusteinreuth, Löschwitz, Kastl und Anzenberg hatten den Besuchern auf dem Eisweihergelände eine dörfliche Idylle aus früherer Zeit präsentiert. Mühsam hatten sie herbeigeschafft, was zu einem alten Bauerndorf gehört: Maibaum, Dorfgrill, Schänke, Kinderschaukel, Sandspielplatz und alte Arbeitsgeräte. Zudem hatten sie in Truhen und Schränken nach alter bäuerlicher Kleidung gekramt. In selbst gezimmerten Gattern waren Kleintiere untergebracht. Einige Landwirte hatten eine Dreschmaschine beschafft, die ein uralter Traktor antrieb. Hans Vogel hatte den staunenden Gästen erklärt, wie mühevoll es war, damit das Getreide im Stodl zu dreschen. Auch hatten die Landfrauen Speisen nach alten Rezepten zubereitet.

"Diese Aktion der Landbevölkerung auf dem Eisweihergelände war einer der Höhepunkte unseres historischen Stadtfestes", betonte Bürgermeister Werner Nickl, als er sich bei allen bedankte. Die Organisatoren des Helferfestes tischten Schmankerl der Metzgerei Bernhard Zitzlmann auf. Martina Müller und andere Helferinnen achteten darauf, dass keiner zu kurz kam. Sogar an ein Eis als Nachtisch hatten sie gedacht. Franz Josef Bauer, Alois Wöhrl, Ernst Eibisch, Gerd Ziwitsch und Karl Bäuml unterhielten mit Volksmusik. Michael Hautmann schlug mit seiner Teufelsgeige den Takt dazu. Bei Kaffee sowie Kuchen und Torten klang die Nachfeier gemütlich aus.
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