Hildegard Haupt erklärt Realschülern Hospizarbeit
Wichtiger als Sterbehilfe

Von Konrektor Holger König, den Religionslehrerinnen Gertraud Burkhardt, Simone Sieber, Beate Seitz und Maria Busch sowie vier Schülerinnen als Vertreter der Zehntklässler erhielt Hildegard Haupt (hinten links) Lob für ihre Art, wie sie das Thema Hospizarbeit den Jugendlichen vermittelt hat. Bild: jzk
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Kemnath
27.02.2016
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Zwei ungewöhnliche Religionsstunden erlebte jede der acht Abschlussklassen der Realschule. Für das schwierige Thema "Hospizarbeit, Trauer- und Sterbebegleitung" konnte die Fachschaft Religion die Hospizhelferin und Trauerbegleiterin Hildegard Haupt aus Grafenwöhr gewinnen. "Die Jugendlichen waren sehr aufgeschlossen", freute sie sich, "in manchen Klassen kam sogar eine lebhafte Diskussion in Gang."

Das war gar nicht selbstverständlich, denn kaum einer der Jugendlichen hatte sich bisher mit dem Thema Tod beschäftigt. Ihnen beschrieb die Referentin die fünf Phasen des Sterbeprozesses. Hospiz sei die Begleitung von Menschen in der schwierigen Endphase ihres Lebens, erklärte sie ihnen. Die Sterbebegleitung habe zum Ziel, dass der Kranke, umsorgt von Familie und Betreuern, bis zuletzt möglichst ohne Schmerzen leben könne, entweder zu Hause, in einem stationären Hospiz, im Pflegeheim, im Krankenhaus oder auf einer Palliativstation. Eine gute Unterstützung des Schwerstkranken sei viel wichtiger als die sogenannte aktive Sterbehilfe, betonte Haupt. Mit den Ärzten sollte auf alle Fälle ein Notfallplan abgesprochen werden.

Konrektor Holger König dankte der Referentin. "Auch für mich waren die Gespräche mit den Zehntklässlern eine Bereicherung", meinte Haupt.
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