Hornissen nisten sich in und am Starenkasten ein
Es brummt am Bau

Nach Abschluss des "Innenausbaus" zeigte sich, dass der Starenkasten viel zu klein war. Ein "Anbau" musste her, um dem Hornissenvolk genügend Platz zu bieten. Bild: bkr
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Kemnath
21.09.2016
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Ahornberg. Am Ortsrand haben Hornissen vier Meter hoch in einem Starenkasten ihr Domizil errichtet. Nachdem die Box zu klein geworden ist, wird fleißig drumherum angebaut - ein Ende ist bislang nicht in Sicht.

Der Besitzer nimmt es gelassen, zum einen sind die Insekten nach dem Bundesartenschutzgesetz geschützt und dürfen nur in Einzelfällen und vorheriger Genehmigung vom Fachmann entfernt werden, zum anderen dezimieren sie lästige Schädlinge wie Mücken oder auch Wespen. Ein normales Volk vertilgt bis zu einem halbem Kilo Insekten pro Tag.

Die Annahme, sieben Stiche töten ein Pferd und drei einen Menschen, ist lange widerlegt. Hornissen sind sogar weniger gefährlich als Wespen. Allerdings sollte man sie in Ruhe lassen. Kommt man ihnen zu nahe, kann es unangenehm werden. Ansonsten sind sie relativ harmlos. Angsteinflößend und respektvoll sind lediglich die Größe und das tiefe Brummen.

Süßgetränke oder dem Zwetschgenkuchen auf der Terrasse finden Hornissen uninteressant. Wenn es kälter wird, verenden die männlichen Hornissen (Drohnen), nur die Weibchen (Jungköniginnen) überwintern. Im Folgejahr bauen sie ein neues Nest. Alte Hornissennester werden von ihnen nicht mehr genutzt. Für andere Insekten sind sie eine dankbare Bleibe.
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