Infos zu Verkehrsunfällen beim Familien- und Sicherheitstag
Wenn ein Zettel Leben rettet

Nach einem Verkehrsunfall sind Personen im stark deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Durch einen Blick auf die Rettungskarte wissen die Einsatzkräfte genau, wo sie gefahrlos ihre Schere ansetzen können. Bild: mde
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Kemnath
01.07.2016
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Ein Autounfall, irgendwo auf einer Bundesstraße. Mehrere Personen sind verletzt und eingeklemmt. Bei einer Rettung zählt für den Gesundheitszustand und die Überlebenschance eines Patienten jede Sekunde. Die Einsatzkräfte stehen oft vor einer Vielzahl von Problemen, doch jeder Fahrzeughalter kann selbst zur Lösung beitragen.

Die Vielfalt der Fahrzeuge und Modelle, modernste Techniken und Sicherheitssysteme machen Autos deutlich sicherer, bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen jedoch gefährlicher und vor allem komplizierter.

Eine Rettungskarte zum jeweilige Fahrzeug, ausgedruckt im DIN-A4-Format, zusammengefaltet unter der Sonnenblende verstaut, sowie ein Hinweisaufkleber nahe der Umweltplakette in der Windschutzscheibe kann den Einsatzkräften bei der technischen Notfallrettung eine wertvolle Hilfe sein und die Rettungszeit verkürzen.

Datenbanken unausgereift


Von diesem Blatt Papier können sie aussagekräftige Details wie eingebaute Airbags, Karosserieverstärkungen sowie Batterie- oder Gasdruckdämpferanbringungen ablesen und so die Fahrzeugöffnung strukturiert abarbeiten. Auch wird die Motorisierungsart und Tankanbringung gut beschrieben. Zwar gibt es auch digitale Datenbanken, jedoch sind diese noch nicht ausgereift. Zudem lassen sich nicht alle Fahrzeuge nach einem Verkehrsunfall aufgrund massivster Deformationen genau beschreiben.

Das "Team Technische Hilfeleistung" der Feuerwehr Kemnath wird die Bürger über dieses Thema näher informieren und mit Rettungskarten versorgen. Beim Familien- und Sicherheitstag, der mit der Kolpingfamilie abgehalten wird, ist es am Sonntag, 10. Juli, ab 14 Uhr rund um die Kemnather Mehrzweckhalle und beim Schulgelände vor Ort. Erkenntnisse aus einer Unfallforschung belegen, dass ein flächendeckender Einsatz von Rettungskarten europaweit rund 2500 Unfalltote pro Jahr verhindern würde.
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