Innovativer Lernort der Hochschule Amberg-Weiden bei Siemens löst große Freude aus
Coup für Kemnath gelandet

Im "vertrauensvollen Zusammenspiel" für die Region: Kultur-Staatssekretär Bernd Sibler, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß sowie die Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Reinhard Meier (von links). Bild: cf
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Kemnath
22.04.2016
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"Innovativer Lernort - das geht runter wie Öl." Bürgermeister Werner Nickl lobte bei der Feierstunde am Donnerstagnachmittag bei Siemens (wir berichteten) besonders Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (CSU): "Du bist ein Meister im Öffnen von Seitentüren."

Reiß habe mit der Aufnahme des "Innovativen Lernorts" (ILO) in die Nordbayern-Initiative der Staatsregierung einen "Coup für Kemnath" gelandet, meinte Nickl. Landrat Wolfgang Lippert würdigte die kreative Aufgeschlossenheit von Siemens-Standortleiter Alfred Koch. "Der ,Innovative Lernort' ist eine ideale Vernetzung mit der Region und ein hervorragender Nährboden." MdL Reiß sprach von einem "intelligenten Konzept" und dem wohl "innovativsten Lernort" in der gesamten Region. OTH-Präsidentin Professorin Andrea Klug nannte den ILO einen "wichtigen Meilenstein für die Region", der die Kompetenzen aus Lehre, Studium und angewandter Forschung bündele: "Eine lernende Region!" Von der direkten Einbindung in das Forschungsprogramm profitierten alle Partner - sowohl Siemens als auch die Hochschule.

Siemens-Standortleiter Koch, der sich persönlich stark für den ILO einsetzte, hofft auf eine starke Verzahnung von Hochschule und Industrie. Koch ließ auch keinen Zweifel daran, dass der Standort in Kemnath weltweit der Innovationsführer und das Headquarter für die Mechatronik in der Medizintechnik sei. "Wir sind im globalen Wettbewerb gut unterwegs." Jährlich fließt bei Siemens Kemnath ein "mittlerer zweistelliger Millionenbetrag" in die Forschung.

München "entschleunigen"


"Wir gehen nicht in die großen Zentren, sondern in die kleineren Städte", verdeutlichte Kultur-Staatssekretär Bernd Sibler die Strukturpolitik der Staatsregierung. "Es gibt kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten." Der Ballungsraum München müsse "eher entschleunigt" werden. Inzwischen seien in jedem Regierungsbezirk mindestens eine Universität und zwei Hochschulen für angewandte Wissenschaft angesiedelt.

Sibler erinnerte daran, dass die OTH Amberg-Weiden als einstige Fachhochschule bei ihrer Gründung 1994 lediglich 127 Studierende und 6 Professoren zählte. "Heute sind es in Amberg und Weiden 3500 Studenten, 84 Professoren und 300 Mitarbeiter."

Wir gehen nicht in die großen Zentren, sondern in die kleineren Städte.Kultur-Staatssekretär Bernd Sibler (CSU)
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