Jagdgenossenschaft Witzlasreuth
Wie der Vater, so der Sohn

Vermischtes
Kemnath
13.06.2016
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Nach zwanzig Jahren an der Spitze der Jagdgenossenschaft übergibt Hermann König die Geschäfte an seinen Sohn weiter. Der ist mit den ersten Monaten seiner Arbeit zufrieden.

Witzlasreuth. Zu seiner ersten Jahreshauptversammlung begrüßte der neue Jagdvorsteher Stefan König die anwesenden Jagdgenossen, Jagdpächter Wolfgang Schödel und Bürgermeister Günter Kopp im Vereinsheim des Heimatvereines Witzlasreuth. Nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen beantragte er den zusätzlichen Tagesordnungspunkt "Neuwahl eines Kassenprüfers" mit auf die Tagesordnung zu nehmen, der von der Versammlung einstimmig befürwortet wurde.

Stefan König berichtete, dass er seinen Vater Hermann König nach zwanzig Jahren beerbt, die Übergabe während des ersten Jahres gut angelaufen ist und er hofft, dass die Jagdgenossen mit seiner Arbeit zufrieden sind. Die Informationen über die Neuwahl wurden dem Landratsamt mitgeteilt. Eine Vorstandssitzung fand während des Jahres statt, in der die Neuregelung der Finanzen, die Einteilung des Holzspalters über Listeneintrag, die Ehrung ausgeschiedener Vorstandsmitglieder und die eingegangenen Wildschadensmeldungen an die Gemeinde auf dem Programm standen. Die Nachfrage für den Holzspalter hat etwas nachgelassen. Bei der Ausleihung sind die Sicherheitsvorschriften zu beachten, Schutzausrüstung zu tragen und auftretende Schäden bei der Rückgabe zu melden.

Neues Sparbuch


Kassier Tobias Reindl legte einen positiven Kassenbericht ab und berichtete von der Neuanlage eines Sparbuches für die Jagdgenossenschaft. Da der Jagdpachtschilling für das letzte Jahr noch aussteht, gestalteten sich die Ausgaben etwas höher als die Einnahmen. Kassenprüfer Hermann König bestätigte eine einwandfreie Kassenführung und führte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft herbei. Der langjährige Kassenprüfer Josef Söllner hatte im Vorfeld der Versammlung aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt und zur Verfügung gestellt. Als Ersatz wählten die Genossen Heiner Parakenings, der das Amt annahm.

Jäger Wolfgang Schödel berichtete von einem guten Abschussjahr. 34 Rehe fielen der Jagd zum Opfer. Wildschweine waren Fehlanzeige. Die Verbissschäden sind etwas zurückgegangen. Zwei Wildschäden in einem Maisfeld und auf einer Wiese kamen zur Anzeige. Das Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Kemnath ermittelte die Grundlagen für ein Gutachten zum Abschussplan, der leichte Veränderungen nach oben ausweist. Die Jagdpacht besteht aus 250 Hektar Staatswald und 100 Hektar angegliederter Privatfläche.

Bürgermeister Günter Kopp dankte dem Jagdvorsteher Stefan König mit seinen Jagdgenossen sowie Jäger Wolfgang Schödel für die konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit. Das Jagdgebiet in einem ordentlichen und sauberen Zustand zu halten, die Abschussquote zu erfüllen und Wildschäden in Grenzen zu halten, dafür trägt der Jagdpächter Sorge. Aber auch auf die Feld- und Flurwege gilt es ein besonderes Augenmerk zu werfen, damit diese gut begeh- und befahrbar sind. Kulturell kommt der Hege und Pflege der Marterln und Feldkreuze eine große Bedeutung zu. Gleichzeitig gilt es, die Augen offen zu halten, damit Ablagerungen und Entsorgungen nicht im Wald stattfinden.

Dank für Arbeit


Für ihre großen Verdienste um die Jagdgenossenschaft erhielten die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Hermann König, der zwanzig Jahre als Jagdvorsteher agierte, und Franz Pappenberger als Kassier der letzten zwei Jahrzehnte ein Präsent. Stefan König dankte für die geleistete Arbeit.
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