Jahresversammlung der Kemnather Jäger
Jäger sparen Staat Geld

Urkunden nahmen Thomas Nickl, Wolfgang Müller, Egid Kellner (Zweiter, Vierter und Fünfter von links) sowie Otto Purucker (Dritter von rechts) entgegen. Von seinem Stellvertreter Leopold Mühlhofer erhielt Vorsitzender Dr. Wolfgang Schinner (vorne, Dritter und Vierter von links) eine Ehrung des Bayerischen Jagdverbandes. Bild: hrö
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Kemnath
12.11.2016
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Eigentlich hätten die Waidmänner des Jagdverbandes Kemnath den Festtagsbruch tragen können. In der Versammlung nach der Hubertusmesse in der Stadtpfarrkirche standen nämlich einige der Mitglieder zur Ehrung an.

Mit der Treuenadel in Silber für 40-jährige Mitgliedschaft zeichnete Vorsitzender Dr. Wolfgang Schinner im Gasthof Kormann Otto Purucker und Egid Kellner aus. Die Keilernadel in Gold und Silber erhielt Thomas Nickl. Wolfgang Müller bekam die Keilernadel in Bronze. Schinners Stellvertreter Leopold Mühlhofer war es wiederum vorbehalten, den Vorsitzenden für langjährige hervorragende Leitung des Kemnather Jagdverbandes mit dem Ehrenkranz des Bayerischen Jagdverbandes in Silber zu ehren.

Als neuen Naturschutzwart des Jagdverbandes stellte Schinner Forstamtmann Hans Frisch vor. Der 47-Jährige leitet seit 20 Jahren die Forstdienststelle Hessenreuth. Seinem Vorgänger, Forstamtsrat i. R. Hans Rösch, dankte der Vorsitzende für über 20-jährige Naturschutztätigkeit. Die vielen masttragenden Bäume und Hecken im Kemnather Land seien sichtbare Zeichen der laufenden Revierverbesserung in Röschs Amtszeit.

In seinem Bericht sprach Schinner das Schwarzwild an. Die Streckenliste für Bayern im vergangenen Jagdjahr breche hier alle Rekorde: Mit 85 436 Wildschweinen erlegten die Jäger im Freistaat so viel Schwarzwild wie nie zuvor. Die freiwillige Arbeit der Waidmänner zum Schutz der Tierarten und Lebensräume sei unvergleichbar groß. Alleine im Bereich der Schwarzwild-Bejagung sei deren Tätigkeit im vergangene Jagdjahr über 17 Millionen Euro wert gewesen. Diese Summe müssten der Staat oder die Grundeigentümer für Berufsjäger aufbringen - gäbe es die privaten Jägern nicht, zitierte Schinner aus offiziellen Mitteilungen des Jagdverbandes Bayern.

Biberberater Hans Rösch dankte den Jägern für die gute Zusammenarbeit. Von jeder vom Landratsamt erteilten Abschussgenehmigung müsse der zuständige Jagdpächter vom Grundstückseigentümer oder Biberberater verständigt werden. Inhaber einer gültigen Jagdkarte müssten einen Abdruck der Schussgenehmigung mitführen und brauchten keine zusätzliche Schussgenehmigung, wenn sie im Auftrag des Biberberaters handeln.

Die Zuwanderung des Fischotters im Raum Bärnau und über die Haidenaab könne für die Teichwirte ein weiteres Problem werden, meinte Rösch. Biberschäden und Fischotter-Vorkommen sollten ihm unter Handy 01522/9530790 oder E-Mail mail@roeschhans.de gemeldet werden. Anerkannte Biberschäden werden bis zu 80 Prozent entschädigt. Beim Fischotter sei noch keine Entschädigungsregelung getroffen worden. Da das Tier vor allem im Bereich der Fischereiwirtschaft Probleme bereiten kann, hat die Regierung der Oberpfalz (Höhere Naturschutzbehörde) Markus Schwaiger für 2016 zum Fischotterberater berufen. Er ist unter Telefon 09924/9431890, Handy 0179/9789770 oder E-Mail mschwaiger@web.de erreichbar.
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