Johann Spörrer zeigt beim Seniorenclub Bilder seiner Wanderungen
Im Sitzen durch Landkreis

Mit seinen kurzweiligen Bildvorträgen ist Johann Spörrer (links) ein gerngesehener Gast beim Kemnather Seniorenclub. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
21.04.2016
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Gerne folgten die Senioren der Einladung von Johann Spörrer, ihn zu den Sehenswürdigkeiten der Region zu begleiten und die "Schönheit ihrer näheren Heimat zu genießen". Dafür mussten sie nicht einmal aufstehen.

"Mit Rentnern unterwegs in der Heimat" hieß sein Bildvortrag beim Seniorenclub im Kormannsaal. Mit drei Ruheständlern, unter ihnen auch der Kemnather Rainer Sollfrank, hatte der Pullenreuther von seinem Heimatort aus acht Tages- oder Halbtagesausflüge unternommen. Auf diesen Wanderungen hielt er mit seiner Kamera Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten im Steinwald und im Fichtelgebirge fest.

Die erste Tour führte zu den imposanten Grandfelsen im Herzen des Steinwaldes auf etwa 800 Metern Höhe. Von ihren Gipfeln hatten die Wanderer einen herrlichen Ausblick auf die Region. "Das Gregnitztal bei Ebnath ist eine Miniatur des idyllischen Waldnaabtals", schwärmte Spörrer. "Auf den Spuren der Königin Luise" begab er sich bei der dritten Tour durch das Felsenlabyrinth auf der Luisenburg. Vielen Zuhörern waren die Luisenburg-Festspiele ein Begriff. Aber keiner wusste, dass es sich dabei um das größte Felsenlabyrinth Europas handelt. Eine recht leichte Wanderung war die Strecke von Weißenstadt aus zum 877 Meter hohen Waldstein im Fichtelgebirge mit dem Bärenfang, einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert zum Einfangen der Bären.

Auch im Winter war Spörrer mit seinen Wanderfreunden unterwegs. Durch eine tief verschneite Landschaft ging es zum Ochsenkopf. Dort hatte Spörrer nicht nur den 190 Meter hohen Sendeturm, sondern auch den viel kleineren Asenturm im Bild festgehalten.

Bis 1996 war der Schneeberg, mit 1051 Metern der höchste Gipfel des Fichtelgebirges, wegen seiner militärischen Nutzung aber nicht begehbar. Vom Backöfele, einem vom Fichtegebirgsverein aus Eichenstämmen errichteter Aussichtsturm, hielt die Kamera den Ausblick fest. Abgerundet wurde der Ausflug mit einer Einkehr im Seehaus.

Die sechste Wanderung führte ins Kemnather Land. Der Rauhe Kulm sei ein schöner Aussichtspunkt, der recht leicht vom Sandberg aus zu erreichen sei, schwärmte Spörrer. Das galt auch für den Waldecker Schlossberg mit seiner imposanten Burganlage. Während die Kamera eindrucksvolle Bilder von den Sanierungsarbeiten zeigte, bewunderten viele Senioren den Fleiß der Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins beim Restaurieren der alten Gemäuer. Nach einem langsamen Kameraschwenk über die Kemnather Senke mit dem Anzenstein, dem Armesberg und dem Rauhen Kulm ging es wieder zurück in den Steinwald.

Mit der Wanderung von Pfaben zum Waldhaus, vorbei am Zipfeltannenfelsen, beendete Spörrer seinen Bildvortrag, den er eindrucksvoll mit Volksmusik und Wanderliedern unterlegt hatte. Reinhard Herr dankte ihm mit einem Präsent.
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