Junge Kameraden machen Führerschein
Feuerwehrmann als Fahrlehrer

Vier junge Feuerwehrkameraden dürfen nun am Steuer des Guttenberger Einsatzfahrzeuges sitzen. Sie haben dafür extra eine Prüfung absolviert. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
05.11.2016
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Der Wagen ist bei Einsätzen unerlässlich. Damit vier junge Feuerwehrmitglieder den roten VW Crafter mit Blaulicht auf dem Dach überhaupt fahren dürfen, mussten sie eine Prüfung absolvieren - ihr Fahrlehrer: zweiter Kommandant Erwin Hoffmann.

Guttenberg. Magdalena und Christoph Dumler sowie Lukas Vogl und Johannes Reindl haben es geschafft. Sie dürfen jetzt am Steuer des Guttenberger Feuerwehrautos, ein VW Crafter mit 4,75 Tonnen Gewicht, sitzen. Zweiter Kommandant und Jugendwart Erwin Hoffmann brachte den vier jungen Feuerwehrlern erfolgreich Theorie und Praxis bei.

Bedingt durch die Einführung der EU-weit einheitlichen Einteilung der Führerscheinklassen nach Buchstaben, ist der übliche Führerschein der Klasse B nur noch zum Führen eines Fahrzeuges bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht erlaubt. Da die meisten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr dieses Gewicht aufgrund der Ausrüstung überschreiten, ist eine zusätzliche Ausbildung und Prüfung erforderlich.

Da die meisten der Aktiven bei den Feuerwehren die Voraussetzungen nicht erfüllen, gibt es Ausnahmeregelungen, um auch künftig die Einsatzfähigkeit aufrechtzuerhalten. Das ermöglicht den Mitgliedern, Einsatzfahrzeuge bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 Tonnen auf der Grundlage einer spezifischen Ausbildung und Prüfung zu fahren.

Hoffmann, der die Qualifikation nach der Bayerischen Fahrberechtigungsverordnung (FBerV) besitzt, schulte seine Kameraden deshalb in 20 Ausbildungseinheiten. Er wies die jungen Feuerwehrler dabei auf die Gefahren des "Toten Winkels", die Ladungssicherheit des Fahrzeuges, die Verkehrsabsicherung auf Einsatzstellen und auch auf Einsatzfahrten mit Sondersignal hin. Auf einer abseits gelegenen Strecke standen Übungen für das zielgerechte Steuern des Fahrzeuges über Baudielen, Schlauchbrücken und exaktes Fahren entlang einer Bordsteinkante an. Auch das richtige Einschätzen der Fahrzeugbreite übten die jungen Feuerwehrler beim Fahren durch Engstellen. Rückwärtsfahren und Einparken über den Spiegel und das Anfahren am Berg standen ebenfalls auf dem Programm.

Als Prüfer fungierten Kreisbrandmeister Peter Prechtl (Neusorg) und Thomas Pelzer (Ebnath). Die Fahrt ging von Guttenberg über den Steinwald nach Waldershof und Marktredwitz und wieder zurück. Beide Prüfer bestätigten den Prüflingen ein fehlerfreies Fahren.
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