Kaplan Thomas Kopp spricht über Heiliges Jahr der Barmherzigkeit
Anstoß zum persönlichen Wandel

Kaplan Thomas Kopp. Bild: ak
Vermischtes
Kemnath
12.03.2016
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"Freut euch und trinkt euch satt an der Quelle göttlicher Tröstung." So lautet der alttestamentliche Eröffnungsvers aus dem Buch Jesaja. Er beschreibt die vom Papst im Heiligen Jahr geforderte Einstellung zur Barmherzigkeit. Es gehören aber noch weitere Grundvoraussetzungen dazu.

Zu dem von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit und dessen tieferen Sinn für den christlichen Glauben referierte Kaplan Thomas Kopp im Pfarrheim. Ihn hatte Obmann Wilhelm Popp zum Pfarrkonvent der Marianischen Männercongregation (MMC) eingeladen.

Der Begriff des Heiligen Jahres stamme aus dem Alten Testament und sei von den Israeliten alle 50 Jahre als Zeit der Aussöhnung für alle gefeiert worden, erklärte Kopp. Es solle wieder zu einem guten Verhältnis zu Gott, dem Nächsten und der Schöpfung als Entlohnung führen. Papst Franziskus wolle mit dem Heiligen Jahr einen Neuanfang für alle Menschen. Gott gebe jedem eine Hilfestellung, sich als Sünder zu bekennen sowie seine Liebe durch Vergebung und Barmherzigkeit zu erfahren.

Der Kaplan verdeutlichte, dass Beichten in Deutschland stark an Bedeutung verloren hat: "Sünder zu sein, ist nicht aktuell." Das Heilige Jahr sei die Einladung des Pontifex an alle, den Sünden zu entsagen. "Jeder der Reue zeigt und umkehrt, wird seine Barmherzigkeit erfahren. Die Beichte ist die persönliche Erneuerung und Auferstehung in Barmherzigkeit", versicherte der Referent.

Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit seien die Unwissenden lehren, die Zweifelnden beraten, die Trauernden trösten, die Sünder zurechtweisen, den Beleidigern verzeihen, die Lästigen ertragen und für die Lebenden und Verstorbenen beten. Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit bestehen aus Hungrige speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke besuchen, Tote begraben, Almosen geben, Gefangene besuchen.

Für den Sündenerlass ist laut dem Kaplan das Bußsakrament der Beichte unerlässlich. "Gott spricht uns von den Sünden los, nicht der Priester. Nehmen wir das Heilige Jahr als Zeit der Gnade und Anstoß zum persönlichen Wandel an", bat Kopp.

In allen Diözesen sind von Palmsonntag bis Pfingsten Heilige Pforten wie in Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Regensburg und Amberg eingerichtet. Das Durchschreiten bedeutet den vollkommenen Ablass von zeitlichen Sündenstrafen und das Aufarbeiten der Sündenfolgen. Der Ablass ist jedoch nur nach vorheriger Beichte, der Sündenabkehr und einem Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters gültig. Der Ablass ersetzt nicht die Sündenvergebung durch die Beichte.

Popp dankte dem Referenten mit einem Präsent berichtete vom Einkehrtag in Speinshart mit 53 Sodalen. Weitere Termine sind: 23. April Bezirkskonvent in Kulmain um 18 Uhr; 7. Mai Buswallfahrt nach Eichstätt; 27 Mai Maiandacht von KAB, MMC und Kolpingfamilie in Haunritz.
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