Karies den Zahn ziehen
Franz-Gregor Schmid spricht bei Senioren über Zahnersatz

Dr. Franz-Gregor Schmid. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
22.11.2016
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Die Lebenserwartung nimmt ständig zu. Entsprechend länger sollten auch die Zähne halten. Für ihren Erhalt seien Mundhygiene Spülungen, Zwischenraumreinigungen und der tägliche Gebrauch einer Zahnbürste unbedingt notwendig, betonte Dr. Franz-Gregor Schmid beim Seniorenclub im Kormannsaal, wo er über "Zähne und Zahnersatz im Alter" sprach.

Sollte Unterstützung zu Hause sein, kommen der Zahnarzt oder speziell geschulte Helferinnen auch ins Haus, erklärte Schmid. Manche Zahnarztpraxen böten einen Hol- und Bringdienst an, der ab der Pflegestufe 2 von der Krankenkasse bezahlt werde.

Bei Lücken im Gebiss könne sich der Patient zwischen einer Brücke, Klammer-, Kunststoff-, Total-, gaumenfreien Prothese oder einer abnehmbaren Brücke entscheiden. "Kronen und Brücken auf Zähnen sitzen fest und halten bis zu 40 Jahre", wusste Schmid. Im Einvernehmen mit dem Patienten werde der Zahnarzt eine Lösung finden, die individuell am besten ist.

Dabei müssten auch die Kosten bedacht werden. Diese seien abhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, den in Anspruch genommenen Leistungen und den Einträgen im Bonusheft. Die Krankenkasse nehme im Normalfall immer nur einen Teil, den Rest müsse der Patient zahlen.

"Implantate sind ein guter Ersatz für einzelne fehlende Zähne", meinte der Zahnarzt. Diese werden direkt im Kieferknochen verankert. Manchmal sei vorher aber ein Knochenaufbau notwendig. Grundsätzlich gelte aber, dass die eigenen Zähne so lang als möglich erhalten werden sollen. Amalgamplomben spielten in der heutigen Zahnmedizin kaum mehr eine Rolle. Gesundheitliche Gefährdungen seien aber nur in Einzelfällen bekannt.
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