Kemnather prothetik-Zentrum stellt sich vor
Endlich gelenkig

Dr. Michael Kampe (am Rednerpult) und Dr. Holger Eggers (hinten) sprachen vor einen vollen Saal über künstliche Knie- und Hüftgelenke. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
04.06.2016
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Mehr als 70 Prozent der über 70-Jährigen klagen über Schmerzen in Hüft- und Kniegelenken, Arthrose ist die dritthäufigste Erkrankung in diesem Alter. Abhilfe bieten Dr. Michael Kampe und Dr. Holger Eggers. Wie, das erklärten die Ärzte beim Informationsabend des Krankenhauses Kemnath.

Im vollen Foyer sprachen Endoprothetik-Zentrumleiter Dr. Michael Kampe und Dr. Holger Eggers am Donnerstag über künstliche Gelenke für Knie und Hüfte. "Wenn alle Möglichkeiten der konservativen Behandlung ausgeschöpft sind, bleibt nur eine Operation, um Lebensqualität zurückzugeben", sagte Eggers. Er zeigte Prothesen und erläuterte die Verankerung im Knochen. "Moderne Knieprothesen halten bis zu 20 Jahre." Fürs Kemnather Endoprothetik-Zentrum sprechen das Team und die eingespielten Abläufe. "Nach einem ausgeklügelten Behandlungsplan wird jeder Patient in den Bereichen Diagnostik, Operation und Nachbehandlung optimal begleitet." Ins Krankenhaus müssten Patienten erst am Tag der OP oder am Vortag. "Danach wird er möglichst früh vom Physiotherapeuten mobilisiert." "Aktuelles aus der Hüftgelenksprothetik" stellte Kampe vor. "250 000 Hüftprothesen werden in Deutschland pro Jahr eingebaut", wusste er, "in Bayern sind es 28 000." Von drei gängigen Typen empfahl er besonders die Hüfttotalprothese.

"Sie stellt die Funktion wieder her, ermöglicht schnelle Rehabilitation und hat potenziell lebenslange Haltbarkeit." Eine Software plane die OP. Der minimal-invasive Eingriff sei schonend. Nach 12 bis 15 Jahren funktionieren etwa 95 Prozent der Endoprothesen noch gut. Schwimmen, Radfahren und Wandern sind möglich und empfehlenswert. Bei Problemen biete sich eine Wechseloperation an. Das OP-Personal stellte nach einer Fragerunde Implantate und OP-Instrumente vor, die Physiotherapie die Nachbehandlung.
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