Kemnather Schützen
Vom Sport- ins Wanderheim

Schützenmeister Martin Zenker. Bild: tef
Vermischtes
Kemnath
24.05.2016
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Der SVSW Kemnath braucht mehr Platz, weshalb es für die Schützen eng wird. Der Verein hat sich um neue Räume gekümmert. In denen gibt es aber viel zu tun.

Dass das Thema interessiert, bewies der volle Saal: Zahlreiche Mitglieder der königlich privilegierten Schützengesellschaft waren zur außerordentlichen Hauptversammlung gekommen. Zur Debatte stand der Auszug aus dem Sportheim des SVSW. Die Sportler wollen beim Sportheim-Umbau die Räume der Schützen sanieren und anderweitig nutzen. Alternativ stünde eine Mieterhöhung im Raum. Laut Schützenmeister Martin Zenker gibt es noch keinen Zeitplan und keine offizielle Benachrichtigung zur künftigen Miete. Dennoch habe der SVSW die Schützen bereits informiert: "So können wir in Ruhe beraten und planen", beruhigte Zenker.

Nachdem die Zukunft im Sportheim ungewiss ist, habe man sich mit der Stadt nach Alternativen umgesehen: Das alte Wanderheim in der Badstraße gehört der Stadt und steht leer. Eine Abordnung der Schützen hat sich das Anwesen angeschaut und Pläne erstellt, wie sich das Gebäude umbauen und sanieren ließe. Auch die Kosten für den Anbau eines Schießstandes waren schon Thema.

Nach der Diskussionen einigten sich die Anwesenden: Der Umzug ins Wanderheim ist die beste Lösung für den ältesten Verein Kemnaths. Einstimmig wurde beschlossen, das Heim herzurichten. Zu erneuern sind Heizung, Fenster, Türen. Die Stromversorgung muss gesichert werden, dazu kommen andere Arbeiten. Ende des Jahres möchte der Verein umziehen. Bei der Jahreshauptversammlung 2017 soll dann über den Anbau eines Schießstands abgestimmt werden. Diese Entscheidung werde von den Kosten der Renovierung abhängen. Fest steht, dass der Umbau das Vereinsvermögen nahezu komplett aufbrauchen wird. Die Schützen sind nun auf der Suche nach Sponsoren.

Den Großteil der Arbeit werde man eigenständig stemmen, dennoch hoffe der Verein auf Unterstützung der Kemnather Geschäftsleute. Zenker dankte abschließend für das Interesse und die Unterstützung. Er hoffe, dass man dieses große Projekt zügig und ohne ungeplanten Mehraufwand über die Bühne bringen werde.
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