Kemnather Starkbierfest
Rathausmitarbeiter in Badehosen

Armin Schinner. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
14.03.2016
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"Was wäre ein Starkbierfest ohne Derbleckn?", dachte sich Armin Schinner. Der Festwirt und Mitveranstalter des ersten Kemnather Starkbierfestes übernahm diese nicht leichte Aufgabe selbst. "Bei meiner Rede sollen die Leute lachen, aber bei der geringen Gage können sie nicht viel von mir erwarten", schickte er am Freitag vor rund 800 Besuchern seinen Worten voraus. In Reimform nahm er dann Ereignisse aus der Region Kemnath aufs Korn.

"In Kemnath gibt's zu wenig schlechte Leit, drum kam das Amtsgericht nach Tirschenreuth", vermutete er. Mit den Worten "Wir schaffen das" könnte Kanzlerin Angela Merkel bei den nächsten Passionsspielen in zwei Jahren Regie führen und Barbara Stamm die Rolle der Gottesmutter übernehmen. "Du wirst der Chef der neuen Bürgerwehr", soll Innenminister Joachim Herrmann dem ehemaligen zweiten Bürgermeister Josef Krauß bei einem Besuch in Kemnath versprochen haben. Als Bewacher habe er Böllerschützen Klaus Scherer auserkoren.

Auch Stadtgärtner Florian Frank und die Stadträte Stefan Zaus, Markus Lehner und Elmar Bayer bekamen ihr Fett weg. "Manche Stadtratssitzungen erinnern noch an das Königliche Amtsgericht", scherzte Schinner: "So groß ist der Unterschied nicht zwischen einer Stadtratssitzung und einer Verhandlung beim G'richt."

Dem Ebnather Bürgermeister Manfred Kratzer empfahl Schinner, keinen Neujahrsempfang, sondern einen Neujahrsapell zu halten, bei dem jeder Verein stramm stehen und sich seinen Anschiss abholen müsste. In dem bevorstehenden Umzug des Rathauspersonals in das Ganssmüller-Bademodenhaus sah der Fastenprediger große Vorteile: "Es können im Sommer die Bediensteten in Badekleidung herumrennen und im Winter könnten sie Ganssmüllers Modehandschuhe tragen." Bei der Sanierung des Rathauses empfahl er die Einrichtung von Ruheräumen mit Betten. "Stadträtin Rita Ponnath berät jeden Kemnather gern, drum soll sie Kemnaths Streetworker wern." Auch von Stadtrat Michael Hautmann hatte er etwas in Erfahrung gebracht: "Manche Stadträte würden gerne sehn, er würde als Abgeordneter nach München gehen."
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