Kemnather Verwaltung zieht wegen Sanierung um
Fit fürs Übergangs-Rathaus

Auch wenn es optisch nicht nach Rathaus aussieht: Hier werden voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren die Geschicke der VG Kemnath gelenkt.
Vermischtes
Kemnath
26.09.2016
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Für die Stadt Kemnath und ihre Beschäftigten ist es eine Herkulesaufgabe. "Aber für die Bürger wird sich nichts ändern", ist sich Bürgermeister Werner Nickl sicher. Nur das Rathaus-Gebäude schaut vorerst anders aus

Der große blaue Container vor dem Rathaus am Stadtplatz zeigt es an: Hier tut sich etwas Außergewöhnliches. Die komplette Verwaltung bereitet sich auf den großen Umzug vor. Neben Stadt- und VG-Verwaltung sind dies auch die Kfz-Zulassungsstelle sowie die weiteren Behörden und Einrichtungen, die regelmäßig Sprechtage im Kemnather Rathaus abhalten.

Start mit der Registratur


Seit einigen Wochen laufen die Vorarbeiten für den "echten" Umzug in der ersten Oktoberwoche. "Begonnen wurde mit der Registratur, wo viele Dinge aussortiert werden konnten", erläutert Bürgermeister Werner Nickl. Deshalb auch der blaue Container - übrigens nicht der erste, sondern bereits der dritte. Roland Sächerl vom Bauamt schätzt, dass am Ende über zehn Tonnen alter Akten entsorgt werden können.

Noch bis Freitag wird die Verwaltung am Stadtplatz ihre Arbeit verrichten. Dann steht der große "Umzug" ins "Elemar"-Gebäude (früher Ganssmüller) in der Wunsiedler Straße an. "Jedes Amt im Haus macht sich selber Gedanken, wie die Unterlagen verpackt werden", erklärt Nickl. Unzählige Schachteln, Boxen und Schreibtische, Regale sowie Schränke gilt es in das Übergangs-Gebäude zu bringen.

"Praktisch sieht es so aus, dass die Mitarbeiter im jeweiligen Amt weitere Bedienstete, beispielsweise vom Bauhof, zugeteilt bekommen, die den Umzug mit ihnen abwickeln", führt Nickl aus. Insgesamt sieben Fahrzeuge werden zwischen Stadtplatz und Wunsiedler Straße im Einsatz sein, um die Verwaltung neu einzurichten. "Auf einen normalen Pritschenwagen passen 24 unserer Kartons", weiß Roland Sächerl. Mit den bisher schon verteilten knapp 500 Kartons werde man aber wohl noch nicht auskommen.

Das neue Gebäude kann natürlich nicht "einfach so" bezogen werden, da waren schon auch verschiedenste Umbauten und Neuinstallationen nötig: Strom, Heizung, Telefon und natürlich auch Trockenbauwände und Türen. "Aber das ist alles nicht für die Ewigkeit gemacht worden, sondern nur ein Provisorium", betont der Rathauschef. Am Platz fehlt es im Übergangs-Domizil nicht, auf drei Ebenen wird dort künftig gearbeitet. Der Bürgermeister ist glücklich, dass es eine "Ein-Haus-Lösung" gibt. "Alles unter einem Dach zu haben ist schon von Vorteil." Ein großer Pluspunkt am neuen Standort ist das Parken: Dort stehen nämlich über 40 Stellplätze zur Verfügung. Zwei Sachen wird es im vorübergehenden Rathaus nicht geben, doch auch hier hat sich eine Alternative aufgetan: Die Stadtratssitzungen sowie Trauungen werden während der Sanierungsphase im großen Besprechungsraum der Polizeiinspektion Kemnath abgehalten. Einen Wunsch haben Nickl und Sächerl für die Umzugswoche: "Dass das Wetter so bleibt!" Hintergrund
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