Kinder auf der Straußenfarm
Mit Federvieh auf Tuchfühlung

Zwitschern können Strauße nicht, dafür beeindrucken sie mit ihrer Körpergröße. Auf über drei Meter wachsen diese Vögel heran. Bild: hia
Vermischtes
Kemnath
26.08.2016
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Ausflüge sind der Renner des Ferienprogramms der Gemeinde Speichersdorf. Die Organisatoren mussten für die Fahrt in den Playmobil-Fun-Park in Zirndorf deshalb gleich zwei Busse bestellen, um alle Abenteuerlustigen unterbringen zu können.

Speichersdorf. Auch für die Straußenfarm in Kotzenbach bei Püchersreuth gab es viele Teilnehmer. So viele langhalsige, bis zu drei Meter große und 100 Kilogramm schwere Vögel auf einmal hatte wohl keines der Kinder bisher gesehen.

Sie durften sogar auf Tuchfühlung mit dem Federvieh gehen. Entsprechend groß war das Staunen und die Begeisterung, nicht nur über alles Wissenswerte rund um den Strauß. Das ging schon los, dass die Farm früher einmal ein Schweinestall war und umgebaut wurde. Die Familie den Hof seit 15 Jahren nicht hauptberuflich, sondern nebenbei.

Betreiberin Karin Franz erklärte den jungen Gästen alles über die Aufzucht, Haltung und Pflege der Tiere. Unter denen befinden sich in der Regel 20 Zuchttiere. Natürlich war das Interesse groß, was und wie viel denn so ein Vogel frisst, wie er Eier ausbrütet und wie die Tiere geschlachtet und vermarktet werden.

Nicht ganz überzeugt waren die Kinder davon, dass das rote Fleisch ähnlich wie Rindfleisch schmeckt. Jedenfalls, so nahmen sie mit, ist es wegen seines geringen Fett- und Cholesteringehalts und des hohen Eiweiß- und Eisengehalts gesund. "Der Volksmund kennt es deshalb auch als rotes Hildegard-von-Bingen-Fleisch", erklärte die Chefin.

Aus den Körperteilen eines Strausses kann aber noch viel mehr gemacht werden: Staubwedel aus den Federn, Handtaschen aus der Haut, Arznei gegen Hautkrankheiten aus dem Fett und aus den Knochen Hundefutter. Anschließend durften die Kleinen mit Harald Franz einen Blick in die Zuchtstation werfen. "Das Aufziehen ist alles andere als ein Kinderspiel", erfuhren hier die Kinder. Da seien jede Menge Kurse und Nachweise erforderlich, so Franz.

Zum Abschluss durfte Gemeindebegleiter Roland Steininger ein Straußenei aufschlagen, das dann als Rührei zubereitet wurde. Einen weiteren Leckerbissen durften sich die Ausflügler schließlich nach ihrer Rückkehr in der Speichersdorfer Eisdiele gönnen.

Als letzte Fahrt des Ferienangebots steht ein Erlebnisausflug nach Geiselwind auf dem Programm. Am Montag, 5. September, startet um 7.30 Uhr der Bus am Bahnhof Kirchenlaibach Richtung Freizeit-Land an der A 6 in Mittelfranken. Zurückgefahren wird um 16.30 Uhr. Für Kinder ab 1,10 Meter Größe und Jugendliche bis 16 Jahre kostet mit Sommerpass der Eintritt 16,50 Euro.

Der Sommerpass ist kostenlos im Rathaus zu erhalten. Jugendliche ab 17 Jahren und Erwachsene zahlen 27,50 Euro. Ab 15 Personen verringert kostet der Eintritt 19 Euro. Die Fahrtkosten für Kinder übernimmt die Gemeinde. Erwachsene zahlen für die Fahrt acht Euro.

Das Aufziehen ist alles andere als ein Kinderspiel.Straußenzüchter Harald Franz
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