Kontakt aufnehmen

Kickern ist international. Beim Treffen in der Familien-Ferienstätte in Immenreuth hielt sich das integrative Interesse der Bevölkerung bedauerlicherweise in engen Grenzen. Bild: bkr
Vermischtes
Kemnath
15.02.2016
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Die Integration von Flüchtlingen kann nur funktionieren, wenn Angebote auch wahrgenommen werden. Das klappt allerdings nicht immer.

Immenreuth/Kemnath. Zu einem Treffen hatten am Samstag "Mittendrin", "Kemnath hilft zsamm" und Alfred Schuster in die Familien-Ferienstätte eingeladen. Rund 35 Asylbewerber aus Zwergau, Hahneneggaten und Immenreuth kamen zu diesem zweiten Termin seiner Art. Die Gäste blieben an diesem Tag mit einer Handvoll Betreuern fast unter sich. Kickern, Billard, Tischtennis und Kegeln waren zur allgemeinen Unterhaltung angesagt.

"Kontakt aufnehmen und nicht aus dem Weg gehen", meinte Alfred Schuster, der die geringe Resonanz aus der Bevölkerung an diesem Nachmittag sehr bedauerte. Manche hatten sich aber auch entschuldigt. Bürgermeister Heinz Lorenz allerdings war gekommen, spielte mit den Flüchtlingen in der Halle Fußball und ging mit ihnen auf die Kegelbahn. Die Integration in die Immenreuther Vereine funktioniert, wie zu erfahren war. Sieben unbegleitete Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf Oberpfalz kicken bereits in den Jugendmannschaften des Sportvereins, und entdeckte die Liebe zum Tischtennis. Acht Jugendliche aus dem Kinderdorf und der Familien-Ferienstätte haben ein Angebot der Wasserwacht angenommen. Johann Stiegler veranstaltet mit ihnen einen Schwimmkurs im Kemnather Hallenbad. Das Seepferdchen sollen sie bis zum nächsten Treffen am 12. März geschafft haben. Das ist auch der Stichtag, an dem die minderjährigen Asylanten aus der Familien-Ferienstätte nach Wiesau umziehen sollen.
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