Kooperation von Mittendrin und „Roter Katze“ ein Gewinn für psychisch Beeinträchtigte
Kunst stärkt Selbstvertrauen

"Das Familienzentrum Mittendrin sollte man eigentlich für einen Inklusionspreis nominieren", regte Dr. Heike Schulz beim Familienfest an. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
28.04.2016
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Beim Mittendrin-Familienfest (wir berichteten) hob Leiterin Jessika Wöhrl-Neuber besonders die gute Zusammenarbeit mit der Ateliergemeinschaft "Rote Katze" in Bayreuth hervor. Diese fördere Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen bei der Entwicklung ihrer Kreativität und unterstütze sie bei der Präsentation ihrer Arbeiten "in sozialen Kontexten außerhalb der geschützten Hilfesysteme", erklärte Projektleiterin Dr. Heike Schulz. Damit werde ein wichtiger Beitrag zur Inklusion geleistet.

"Menschen, die von der Ausgrenzung bedroht sind, können an unserer Gemeinschaft teilhaben, sie mit ihren Begabungen bereichern und die verdiente Anerkennung erhalten", betonte sie. Diese Wertschätzung leiste etwas, was psychiatrische und psychotherapeutische Hilfen oft nicht vermitteln könnten. "Sie stärkt das Selbstvertrauen, das Bewusstsein von Zugehörigkeit, sie verbessert die Lebensqualität und setzt Kräfte frei, das eigene Leben wieder selbstbestimmt zu gestalten." Das Bild der "Roten Katze" sei für die Ateliergemeinschaft zu einem Symbol für einen kreativen Prozess geworden, der Entwicklung ermögliche und Grenzen überwinde.

"Jessika Wöhrl-Neuber hat das Projekt ,Rote Katze', als sie bei uns in Bayreuth tätig war, lange Zeit selbst begleitet und gefördert", erzählte Schulz. Deshalb musste der Kontakt mit dem Familienzentrum in Kemnath nicht erst aufgebaut werden. Die Zusammenarbeit bedeute eine tolle Perspektive für beide Seiten, meinte sie. Es entstünden interessante Projekte und gemeinsame Erfahrungen. "Was wir gemeinsam machen, macht Sinn, tut gut und macht darüber hinaus auch noch Spaß", schloss sie unter Beifall der Besucher.
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