Kreisverband der Mittelstandsunion zu Besuch beim Neujahrsempfang in München
"Solide Ausbildung notwendig"

Vorstandsmitglied Dr. Benjamin Zeitler (rechts) nutzte die Gelegenheit, sich beim Neujahrsempfang mit dem Bundesvorsitzenden Dr. Carsten Linnemann auszutauschen. Bild: mez
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Kemnath
25.01.2016
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Der Kreisverband der Mittelstandsunion Tirschenreuth ließ es sich nicht entgehen, am MU-Neujahrsempfang in München teilzunehmen. Vorstandsmitglied Dr. Benjamin Zeitler nutzte die Gelegenheit, sich mit dem Bundesvorsitzenden Dr. Carsten Linnemann über den Arbeitsmarkt und die Flüchtlingsproblematik auszutauschen.

/München. Linnemann unterstrich, dass die Flüchtlinge nur dann einen Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels leisten könnten, wenn sie vernünftig ausgebildet werden. Dies gelinge aber nur, wenn die Zahl der Flüchtlinge zu bewältigen bleibe. "In Deutschland herrscht ein Fachkräftemangel, weshalb die Flüchtlinge dringend solide ausgebildet werden müssen."

Erste Bedingung hierfür sei das schnelle Lernen der deutschen Sprache, pflichtete ihm Benjamin Zeitler bei. Ähnliche Ansichten vertrat der Referent des Abends, Prof. Dr. Clemens Fuest, der künftige Chef des Ifo-Instituts und Nachfolger von Hans-Werner Sinn. Zwar würden die Integrationskosten anfangs die positiven Wirtschaftseffekte deutlich übersteigen, dennoch sollten die anderen Themen nicht vernachlässigt und vergessen werden, warnte Fuest. Er erinnerte an den Export von Waren im Wert von 75 Milliarden Euro nach China. "Deshalb bedeuten die dortigen Turbulenzen viel größere Risiken für die Volkswirtschaft als die Flüchtlingskrise." Auch die aktuellen Schwankungen an den Ölpreismärkten sah Fuest skeptisch. Insgesamt erwarte der bekannte Ökonom ein Wachstum für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2016 von "soliden 1,5 Prozent".

Hohe Exportquote


Benjamin Zeitler erinnerte an die hohe Exportquote im Landkreis Tirschenreuth. Zusammen mit Dr. Linnemann will die MU auch im Jahr 2016 inhaltlich auf Themen wie die Erbschaftssteuerreform aufmerksam machen, die bereits in Betrieben ab drei Mitarbeitern zum Tragen kommt. Dr. Linnemann sagte der MU Tirschenreuth mit dem Vorsitzenden Leonhard Zintl an der Spitze seine vollste Unterstützung zu.

Vor allem wegen der Verleihung des bundesweiten Mittelstandspreises sei der Bundesvorsitzende auf den Landkreis Tirschenreuth aufmerksam geworden, bestätigte dieser. Mit dem Tuchfabrikanten Paulus Mehler sei im vergangenen Jahr ein Paradebeispiel für einen Mittelständler ausgezeichnet worden, erinnerte sich der Bundeschef. Das Unternehmen ist mittlerweile in der zehnten Generation im Familienbesitz, was die Stärke und Kraft des deutschen Mittelstands beweise.
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