Kurioser Unfall
Gequetscht, nicht gerührt

Symbolbild
Vermischtes
Kemnath
08.08.2016
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Die Rührmaschine wird wohl keinen Pizzateig mehr kneten, und trotzdem ist der Chef der Pizzeria in der Amberger Straße erleichtert: Bei einem kuriosen Unfall hätte am Sonntag deutlich mehr passieren können. Ein Mitarbeiter quetschte sich die Hand an der Maschine ein. Die Feuerwehr musste das Gerät mit der Rettungsschere bearbeiten. Der Mann kam ins Krankenhaus.

Er hätte nie gedacht, dass so etwas überhaupt passieren kann, erklärt der immer noch überraschte Juniorchef Erdem Cakmak der Pizzeria Porto Stella am Montagmorgen. Der Verletzte arbeite seit 10 Jahren im Betrieb, sei im Umgang mit der Maschine erfahren. Wie es genau passiert ist, verstehe er immer noch nicht.

Laut Polizei wollte der Pizzabäcker gegen 22 Uhr den Teig für den nächsten Tag vorbereiten. Als er ein Tuch vom Boden aufheben wollte, geriet er mit der linken Hand zwischen Rührschüssel und Teigmaschine. Weil sich die Schüssel drehte, wurde die Hand hineingezogen und geriet zwischen Schüssel und Maschine. "Mit der anderen Hand konnte er die Maschine stoppen, ihm gelang es aber nicht, sich zu befreien", heißt es im Polizeibericht.

Notarzt, Rettungsdienst, THW-Fachberater aus Weiden die Feuerwehren Immenreuth mit hydraulischen Rettungseuipment, Weidenberg mit dem Rüstwagen sowie Kemnath rückten an, konnten dem Mann zunächst aber nicht helfen. Der Versuch, Hand und Arm mit Salatöl gleitfähiger zu machen, scheiterte, der 39-Jährige saß fest. So blieb den Helfern nichts übrig, als die Rettungsschere einzusetzen und die Rührschüssel zu zerschneiden.

Erst danach war der Pizzabäcker frei. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt kam der Mann mit einer Quetschung in ein Klinikum. Dort war er auch am Montagmorgen noch. Laut seines Chefs gehe es ihm relativ gut. Bleibende Schäden seien wohl nicht zu befürchten. "Und das ist das Wichtigste", meint Erdem Cakmak.
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