Maistammtisch der Imker
Problem mit der Früherkennung

Vermischtes
Kemnath
20.05.2016
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Bienenkrankheiten standen im Mittelpunkt des Vortrags von Hans Krapf vom Bienenlehrstand Eschenbach beim Mai-Stammtisch des Bienenzuchtvereins Kemnath und Umgebung im Landgasthof Busch in Kötzersdorf.

Ein großes Problem sei für manche Imker, das Erkennen der Krankheiten im Frühstadium. Besonders wichtig sei dies bei der in den letzten Jahren immer wieder auftretenden anzeigepflichtigen bösartigen und höchst gefährlichen Amerikanischen Faulbrut (AFB).

Der Erreger, das Bakterium Paenibacillus larvae, bildet als Dauerform Sporen. Kommt eine ausreichende Zahl der Sporen in eine Bienenlarve, keimen sie zu Stäbchenbakterien aus. Das Ergebnis sind über zwei Milliarden neue Sporen, die Jahrzehnte überdauern und zur Weiterverbreitung der Krankheit beitragen. Bereits der Verdacht auf AFB muss dem Veterinäramt gemeldet werden. Die Erfahrung zeige, schon im Entstehen eingeleitete Bekämpfungsmaßnahmen können eine Seuche verhindern.

Die Krankheiten Sackbrut, Faulbrut sowie Nosema befallen in der Regel nur geschwächte oder hygienisch nicht einwandfrei gehaltene Völker. Gesunde starke Völker mit jungen leistungsfähigen Königen erkranken nur in Ausnahmefällen. Der Befall mit Varroramilben sei keine Krankheit, die Milben können aber die Völker schädigen oder vernichten, erklärte Krapf. Wabenhygiene und fachkundiger Behandlung mit zugelassenen Mitteln lassen in der Regel die Völker gut überwintern.

In der anschließenden Diskussion, kam die Frage nach dem besten Behandlungsmittel auf. Kreisvorsitzender Hans Schön erklärte, viele Imker hätten die Hoffnung, mit einem neuen Mittel die Varroramilbe endgültig besiegen zu können. Bienenfachwart Hans Dötterl betonte, dass gute fachmännische Pflege und Behandlung zum gleichen Ziel führe. Als Beispiel nannte die Methode der totalen Brutentnahme .
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