Neuer Mitpächter im Atzmannsberger Jagdrevier
Herbert Tretter für Martina Schrembs

Vermischtes
Kemnath
19.04.2017
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Atzmannsberg. Nur noch bis zum Ende des Jagdjahres geht Martina Schrembs mit Pächter Dr. Dr. Martin Rupprecht auf die Jagd. Daher mussten die Genossen um Vorsteher Josef Wöhrl einen Nachfolger bestimmen. Als Mitpächter schlug Rupprecht Herbert Tretter vor. Beide legten folgendes Angebot vor: Pachtzins 3,50 Euro, Wildschadenerstattung bis insgesamt 1200 Euro pro Jahr, Wegfall des Jagdessens und dafür in der Jahreshauptversammlung ein Essen mit zwei Getränken sowie bei Bedarf für die Feuerwehr und den Schützenverein ein Stück Rehwild.

Die Abstimmung leiteten Bürgermeister Josef Etterer, Willi Prieschenk und Christian Busch. Die 19 stimmberechtigten Mitglieder mit einer Gesamtfläche von rund 249 Hektar nahmen das Angebot geschlossen an und verlängerten den Pachtvertrag der Atzmannsberger Jagd bis 31. März 2029. Rupprecht und Tretter freuten sich über das entgegengebrachte Vertrauen. Sie lobten die gute Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen und baten, in der Natur die Augen offen zu halten und ihnen eventuelle Auffälligkeiten sofort zu melden.

Nach dem Totengedenken für Josef Wöhrl und Karl Schraml trug Schriftführer Christian Busch das Protokoll vor. Der Kassen- sowie der Revisionsbericht mussten aus Krankheitgründen entfallen. Die Prüfung soll auf Beschluss separat erfolgen und das Ergebnis anschließend per Anschlag bekanntgegeben werden.

In seinem Bericht stellte Jagdvorsteher Wöhrl den Rehwild-Abschussplan für 2016 bis 2018 vor. Danach sind insgesamt 15 männliche, 13 weibliche und 21 Rehkitze frei. Beim Abschussplan für Rotwild ist zu berücksichtigen, dass dieser die Zahlen für alle zur Hochwild-Hegegemeinschaft Oberpfalz Nord und Veldensteiner Forst, Unterbezirk Nord, gehörenden Jagdreviere, also auch Atzmannsberg, beinhaltet. Danach dürfen folgende Tiere geschossen werden: 1 Hirsch der Klasse I, 2 der Klasse IIb und 12 der Klasse III, weiter 25 Alttiere, 20 Schmaltiere sowie 50 Kälber.

Schotter für 4000 Euro


Bei der Sanierung des Weges in Richtung Mühllohe sind 246,9 Tonnen Schotter eingebaut worden. Dafür musste die Jagdgenossenschaft rund 2000 Euro aufwenden, den gleichen Betrag steuerte die Stadt Kemnath bei. Das Jagdessen ist im Gasthaus Schrembs in Waldeck abgehalten worden. Josef Wöhrl erinnerte die Jagdgenossen daran, dass Flächenveränderungen an ihn gemeldet werden müssen, damit der Jagdkataster immer auf den neuestem Stand ist.

Als das größte Problem nannte der Jagdvorsteher die Wildschweine, die auch im vergangenen Jahr im Atzmannsberger Teil der Jagd wieder sehr aktiv waren. Die entstandenen großen Schäden, besonders in Getreidefeldern, Mais und auf den Wiesen, sind im Einvernehmen von Jagdgenossen und -pächtern geregelt worden. Zur Jagdstrecke gehörten im vergangenen Jahr 16 Stück Rehwild, 17 Wildschweine und 18 Füchse.

Neue Strategien


Hans Fritsch vom Staatsforstamt Schnaittenbach ging ebenfalls auf die Probleme mit dem Schwarzwild ein. Man sei an einem Punkt angelangt, wo man die Wildschweine nicht mehr im Griff habe, gestand der Vertreter der Bayerischen Forstverwaltung ein. Im vergangenen Jahr sei ein Totalschaden von 15 Hektar festzustellen gewesen, was neue Strategien zur Schwarzwildjagd erfordert. Die Gesamtjagdfläche betrug 4000 Hektar. Dabei seien drei Drückjagden auf jeweils 600 Hektar vorgenommen worden.

Weiter wurden 200 Drückjagdhochsitze angeschafft, um das Ganze zu erleichtern und um besser gerüstet zu sein. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Probleme sollen auch künftig getroffen werden.
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