Oberdorfer ehren ihren Kirchenpatron Georg
Kämpfer gegen das Böse

"Der heilige Georg hat nicht nur Gottvertrauen, sondern auch Mut und Kämpferherz bewiesen", betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl beim Patrozinium in der Oberndorfer Filialkirche. Bild: jzk
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Kemnath
26.04.2016
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Das Patrozinium ihrer Kirche ist für die Oberndorfer jedes Jahr ein Festtag, den traditionsgemäß auch die Kemnather mitfeiern. Die Statue des heiligen Georgs vor dem Kirchenportal begrüßte die Gläubigen beim Eintritt ins Gotteshaus, das als "Urkirche" der Kemnather Pfarrei gilt.

Oberndorf. Am Sonntagmorgen setzte sich der Kirchenzug mit Stadtpfarrer Konrad Amschl und Vorbeter Hans Steinkohl von der Stadtpfarrkirche aus nach Oberndorf in Bewegung. Vom Ortseingang geleiteten zweiter Bürgermeister Hermann Schraml, einige Stadträten und Vereine die Gruppe zu den Klängen der Stadtkapelle zur Filialkirche.

Die Fahnenabordnungen des Schützenverein Silberbach Löschwitz-Kaibitz und der Feuerwehren aus Höflas und Kötzersdorf nahmen im Altarraum Aufstellung. Direkt neben dem Hochaltar stand die Bildtafel, die den heiligen Georg beim Drachenkampf zeigt. Der Hochaltar war mit sechs Blumenstöcken festlich geschmückt.

"Unser Kirchenpatron, der heilige Georg, versuchte, das Gebot Jesu, einander zu lieben, zu verwirklichen", betonte Stadtpfarrer Amschl. Als römischer Soldat habe er sich zum Christentum bekannt. Deshalb sei er unter Kaiser Diokletian grausam gemartert und hingerichtet worden. "Dieser Heilige stellt einen herausragenden Persönlichkeitstyp dar, einen Ritter, der mit ganzer Kraft das Böse bekämpft." Die Gläubigen sollten ihn nicht nur als Fürsprecher in allen Nöten und Anliegen ansehen, sondern auch als Vorbild im Hinblick auf ein unerschütterliches Eintreten für den Glauben.

Mesnerin Marlene Weichs-Koller las die Lesung. Chorleiter Josef Zaglmann hatte mit dem Kammerchor die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernommen. Nach dem Gottesdienst gedachte Konrad Amschl am Kriegerdenkmal der Gefallen und Vermissten beider Weltkriege. Nach dem Choral "Ich hatt' einen Kameraden" und drei Böllerschüssen von Max Popp bedankte sich Max Weber, Vorsitzender der Feuerwehr Höflas, bei allen, die zu der Gestaltung des Patroziniums beigetragen haben.

Anschließend machte sich der Geistliche mit den Kemnathern auf den Rückweg. Die Vereine ließen den Vormittag bei einem Frühschoppen im Landgasthaus Busch in Kötzersdorf ausklingen.
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