Otto Braunreuther erklärt beim Seniorenclub Funktion von Rauchmeldern
Runder Lebensretter

So schaut ein Rauchmelder aus. Den Senioren erklärte Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther (links) aber auch, wie das Gerät funktioniert und wo es überall installiert werden sollte. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
21.04.2017
17
0

Immer noch stirbt in Deutschland im Schnitt jeden Tag ein Mensch bei einem Brand, in den meisten Fällen an einer Rauchvergiftung in den eigenen vier Wänden. Zwei Drittel aller Opfer werden nachts im Schlaf überrascht.

(jzk) Senioren gehören bei Wohnungsbränden zu der am stärksten gefährdeten Gruppe. "Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in ihrer Wohnung", erklärte ihnen Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther im Kormannsaal. Der laute Alarm warne auch im Schlaf rechtzeitig vor der tödlichen Gefahr. Das sorge für die nötige Zeit, sich sowie die Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren.

Beim Thema "Rauchmelder retten Leben" klärte Braunreuther die Senioren zuerst über die Funktionsweise des Geräts auf. "Wo und wie sind sie zu montieren?", "Auf welche Prüfzeichen muss man beim Kauf achten?", "Wie lange hält die Batterie?" und "Wie verhalte ich mich im Brandfall?" waren Fragen, die er umfassend beantwortete. In einem kurzen Film zeigte er, wie schnell eine brennende Zigarette einen verheerenden Zimmerbrand auslösen kann. "Das Feuer breitet sich in Sekundenschnelle aus, giftige Rauchdämpfe wirken in kürzester Zeit tödlich." Schnell kann ein Wohnungsbrand so übergreifen, dass ein handelsüblicher Feuerlöscher längst nicht mehr ausreicht. "Feuer ist genau deswegen so gefährlich und unberechenbar, weil man die Geschwindigkeit und Fläche seiner Ausbreitung nur allzu leicht unterschätzt", wusste der Kreisbrandinspektor aus seiner Erfahrung als Feuerwehrmann.

"Ab 1. Januar 2018 sind Rauchmelder in Bayern Pflicht", gab er bekannt. Für die fachgerechte Installation sei der Wohnungseigentümer zuständig, unabhängig davon, ob der Wohnraum vermietet oder selbst genutzt ist. Wegen der verminderten Wahrnehmung von Brandrauch im Schlaf müssten Schlafbereiche, insbesondere Kinder- und Schlafzimmerzimmer und Flure, die eine Verbindung zu Aufenthaltsräumen haben, durch Rauchmelder überwacht werden. In der Regel werde davon abgeraten, zusätzlich Rauchwarnmelder in Bad und Küche zu installieren, betonte Braunreuther. Hier sei die Gefahr von Fehlalarmen sehr groß.

"Die Feuerwehr berät Sie gerne, darf aber keine Rauchmelder installieren", gab Braunreuther auf Anfrage abschließend bekannt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.