Petra Rauseo stellt Leistungen der Caritas-Krankenpflegestation vor
Wohnortnah pflegen

Pflegedienstleiterin Petra Rauseo informierte die Senioren über die Kemnather Caritas-Krankenpflegestation. Bild: jzk
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Kemnath
20.06.2016
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Seit jeher ist es Aufgabe der Caritas, sich um kranke und pflegebedürftige Menschen zu kümmern. In Kemnath gibt es seit 37 Jahre eine ambulante Caritas-Krankenpflegestation.

1979 rief sie der damalige Stadtpfarrer Heribert Krichenbauer unter der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung ins Leben. Zunächst war eine Schwester angestellt, die die Kranken in der Pfarrei betreute. Als sich die Pfarreien Kastl, Waldeck, Kulmain und Immenreuth anschlossen, waren mehr Betreuungskräfte notwendig.

"Zurzeit sind 14 Pflegefachkräfte, zwei Pflegekräfte und vier Haushaltshilfen in der Kemnather Sozialstation beschäftigt", berichtete Pflegedienstleiterin Petra Rauseo beim Seniorenclub im Kormannsaal. Das seien alles examinierte Fachkräfte. In rechtlicher Hinsicht sei Stadtpfarrer Konrad Amschl ihr "Chef". Die ortsnahe Versorgung der derzeit etwa 80 Patienten erfordere eine detaillierte Planung. Täglich stelle sie mit den Mitarbeitern sieben Touren zusammen. Für jede sei eine feste Bezugsschwester zuständig.

Vor Beginn der Pflege werde mit dem Patienten ein individueller Pflegeplan erstellt. Dieser enthalte alle Pflegemaßnahmen und -ziele, erklärte Rauseo. Der daraus erarbeitete Kostenvoranschlag sei die Grundlage für die Abrechnung mit den Pflegekassen oder privat mit dem Pflegebedürftigen. Auf Grundlage des Pflegversicherungsgesetzes werden die anfallenden Kosten von der Krankenkasse erstattet. Wegen der Dokumentationspflicht müssten der Verlauf der Pflege und alle Änderungen genau aufgeschrieben und zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

Bei der ambulanten Pflege bleiben die Betroffenen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen. Die hauswirtschaftliche Versorgung gehöre zur häuslichen Pflege und beinhaltet Tätigkeiten wie Einkaufen, Versorgung mit Essen oder Reinigen der Wohnung. Ein weiterer Leistungsbereich ist die Beratung von Patienten und Angehörigen, etwa bei Fragen zur Wohnraumanpassung. Zu den Sonderleistungen gehören die Verhinderungspflege, Betreuungs- und Entlastungsleistungen. "Viele Leistungen sind ohne Pflegestufe nicht möglich", betonte Rauseo.

Sehr beeindruckt waren die Senioren vom Hausnotrufgerät, das es alleinstehenden, alten oder behinderten Menschen erleichtert, bei einem Notfall unkompliziert, selbstständig und direkt Hilfe anzufordern. Seniorenbeauftragter Franz Schwemmer bedankte sich mit einem Präsent.
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