Pfarrei Waldeck ehrt Kirchenpatron Johannes Nepomuk
Wie Patron zum Glauben stehen

Nach dem Festgottesdienst führte eine Prozession mit den Verein und Bürgern der Pfarrei durch den Markt. Pfarrer Heribert Stretz trug unter dem Traghimmel die Monstranz. Bild: hl
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Kemnath
10.05.2016
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Die sieben Gaben des Heiligen Geistes stellte Pfarrer Heribert Stretz beim Patrozinium in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Dabei habe den Kirchenpatron Johannes Nepomuk vor allem eine Eigenschaft ausgezeichnet.

Waldeck. Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Pfarrei am Sonntag das Patroziniumsfest. Der Markt hatte sich herausgeputzt und die Bürger an ihren Häusern die Markt- und Bayernfahnen aufgezogen. Nur ein leichter, aber frischer Ostwind trübte den Tag ein bisschen. Vor dem Festgottesdienst nahmen die Fahnenträger der neun Vereine der Pfarrei vor den beiden Seitenaltären Aufstellung.

Sieben Gaben


In seiner Predigt stellte Stretz den Heiligen als einen Mann vor, der ganz erfüllt vom Heiligen Geist gewesen sei. Dessen sieben Gaben, der Weisheit, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht, des Verstandes und Rates, sollten das Leben als Christ prägen, gestalten und stärken. Dabei gehe es um einen vernünftigen und starken Glauben, der sich im Alltag bewähre und auch in Leiden sowie Nöten standhalte.

Johannes Nepomuk habe insbesondere die Gabe der Stärke gezeigt, als er vor König Wenzel stand, erklärte der Seelsorger. Der Heilige habe sich nicht zwingen lassen, zu sagen, was die Königin ihm gebeichtet hatte. Er habe um den absoluten Wert des Beichtgeheimnisses gewusst und sei Jesus trotz Repressalien treu geblieben.

Stärke entspreche in etwa der Kardinaltugend der Tapferkeit, fuhr Stretz fort. Gemeint sei die Bereitschaft, für Gott, seine Gebote und den Glauben auch Nachteile, Spott und Verfolgung in Kauf zu nehmen, um unerschütterlich dem Willen Gottes gemäß zu sprechen und zu handeln. Daher stelle der Kirchenpatron ein Vorbild dar.

Herrlichkeit sehen


Jesus habe sich von Gott gewünscht, dass alle, die er ihm gegeben habe, seine Herrlichkeit sehen. Die Glorifizierung, also die Erfahrung des heiligen Johannes Nepomuks der Herrlichkeit Gottes, sei auch auf dem Deckenfresko des Altarraumes dargestellt. Dazu sei der lateinische Spruch zu lesen, der übersetzt heiße: "Glücklich, ja selig ist, wer durch seine Zunge nicht zu Fall kommt." Vor dem Segen mit der Reliquie, dankte der Pfarrer der Waldecker Blaskapelle und den Vereinen für die Begleitung bei der Prozession, Lektorin und Vorbeterin Angela Reindl, den Mesnern, Ministranten und Himmelträgern, der Feuerwehr für die Absicherung sowie allen weiteren Helfern. Nach der Prozession erteilte Stretz in der Pfarrkirche den eucharistischen Segen. Der Patroziniumstag endete am Abend mit einer feierlichen Maiandacht.
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