Pfarrer Edmund Prechtl Referent bei Seniorenclub
Vergeben befreit

Über Schuld und Vergebung sprach Pfarrer Edmund Prechtl beim Seniorentreff im Pfarrheim. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
14.03.2016
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Wer nicht vergibt, der fügt sich selbst den größten Schmerz zu. "Das ist eine schwere seelische Belastung, die sogar krank machen kann", meint Pfarrer Edmund Prechtl. Doch dagegen hatte der Pressather Geistliche beim Seniorenclub ein Rezept.

"Er warf unsere Sünden ins offene Meer - die Kraft der Vergebung" hieß sein Vortragsthema im Pfarrheim. Vergeben befreie, es sei ein Heilmittel ohne Risiken und Nebenwirkungen, erklärte Prechtl vorab. Vergeben bedeute, einem erlittenen Unrecht zu verbieten, dass es weiter Macht über mich ausübt. "Vergeben wird uns von Gott geschenkt." Es sei ein Geschenk des Glaubens, der sage, dass wir vor Gott Fehler machen dürfen. Jeder habe immer wieder die Chance, sich zu ändern und neu anzufangen.

Anhand von Overheadfolien zeigte er Wege auf, mit Schuld umzugehen. "Jeder kann einen schwarzen Fleck auf seiner weißen Weste haben", sagte der Seelsorger. Manche schöben die Schuld auf einen anderen, andere versuchten, sie zu verstecken. Die ganz "Schlauen" übertünchten sie mit der Ausrede: "Das ist heute ganz anders als früher."

Gott habe unsere Schuld an das Holz des Kreuzes getragen. Er schenke im Bußsakrament Vergebung. Das Bußsakrament werde von den Christen oft missverstanden. "Ich habe doch nichts Schlimmes verbrochen", sei oft von denen zu hören, die die Beichte nur als lästige Pflicht ansehen. Oft komme es aber auch auf die Kleinigkeiten im Leben an. "Beichte heißt, dass ich meine Schuld loswerden kann, ohne dass ich etwas beschönigen muss", betonte der Referent. Buße helfe, das Liebesverhältnis mit Gott immer wieder neu aufzufrischen. Er nehme uns immer wieder so an, wie wir sind. In diesem Zusammenhang verwies Prechtl auf den Text des Gotteslob-Liedes "Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt, weil ich so vieles falsch gemacht."

Auch die Gebote Gottes werden oft missverstanden. "Bei den Geboten lässt Gott uns Menschen die Freiheit", betonte der Redner. Am Ende seines Vortrags griff der Pfarrer zur Gitarre und sang das Lied "Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn." Darin heißt es im Refrain: "Er warf unsre Sünden ins offene Meer, kommt betet den Ewigen an." Gemeindereferent Jochen Gößl bedankte sich mit einem Präsent.
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