Prälat Dr. Karel Simandl zelebriert Gottesdienst zum Patrozinium
Botschaft Theresias noch aktuell

Vermischtes
Kemnath
10.10.2016
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Für Prälat Dr. Karel Simandl ist Theresia von Lisieux eine untypische Heilige. Obwohl sie am Ende des 19. Jahrhundertes ein einfaches und verborgenes Leben geführt habe, sei sie nach ihrem Tod mit 24 Jahren mit zu einer der beliebtesten Heiligen geworden, zu deren Anhängern auch Dr. Peter und Irene Schleicher gehören.

Köglitz. Sie ließen eine ihr geweihte Kapelle errichten, zu deren 5. Patrozinium Simandl, der das Gotteshaus auch geweiht hat, den Festgottesdienst zelebrierte. Mit dem Geistlichen von der Apostolischen Nuntiatur Berlin gestalteten Pfarrer Heribert Stretz, Pfarrer Jiri Hajek aus Mies und der Kemnather Kaplan Pater Dr. Joseph Meenpuzhackal die Messe. In seiner Predigt ging Simandl auf das Leben der Heiligen ein. Sie habe dem modernen Menschen in einer scheinbar aufgeklärten, wissenschafts- und fortschrittsgläubigen Zeit vieles zu sagen. Mit ihrem Lebensentwurf sei sie hochaktuell. Wer ihr begegne, spüre eine Kraft, die Herz und Verstand berührt. Ihre Botschaft, die an alle adressiert ist, laute: Wir brauchen nichts Großartiges zu vollbringen und vorzuweisen, nur die Liebe zählt.

Theresias wollte ein Segen für ihre Mitschwestern und für alle Menschen sein. Sie wollte ihren "Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun", erklärte der Prediger. Zwar verwehrten ihr die Oberinnen den Wunsch, Missionarin zu werden, doch durch ihre kostbare Botschaft des lebendigen Gottes, gegen das Gefasel dieser Welt und gegen alle Verblendung, sei sie doch eine solche geworden, die durch die Welt reise, damit die Menschen Christus vor Ort begegnen.

Die Lesung trug Irene Schleicher vor. Pfarrer Jiri Hajek verkündete das Evangelium, Pater Joseph las die Fürbitten. Die Lieder aus dem Gotteslob begleitete die Blaskapelle Kirchenthumbach unter der Leitung von Jürgen Böhme. Sopranistin Teresa Hörl sang, begleitet von Walter Thurn, das "Ave Maria" (Bach/Gounod), das "Laudate Dominum" (Mozart ) zur Gabenbereitung sowie "Panis angelicus" (Franck) zur Kommunion.

Viel Bewunderung galt auch dem Blumenteppich der Köglitzer Frauen, der die Heilige darstellte. Nach dem Gottesdienst führte die Blaskapelle die Vereine mit ihren Fahnen und die Ehrengäste zum Haus der Familie Schleicher zum Weißwurstfrühschoppen.
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